Nützliche Hand- und Heimwerker-Apps für Deine DIY-Projekte

Das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig. Auch vor dem Handwerker- und Do-it-yourself-Bereich machen die smarten Algorithmen nicht halt. Mittlerweile gibt es eine stattliche Zahl an Smartphone-Apps, mit denen Du die wichtigsten Werkzeuge immer bei Dir hast, ohne einen großen Werkzeugkasten mit Dir herumtragen zu müssen. Wir haben ein paar dieser praktischen Helferlein einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Werkzeugkiste

Ob Winkelmesser, Lineal, Wasserwaage oder Senklot – mit der Werkzeugkiste hast Du alle wichtigen Messgeräte immer dabei. Auch ein Taschenrechner, eine Taschenlampe und ein Dezibelmesser sind mit an Bord. Möchtest Du sehen, ob Deine Bank, Dein Tisch oder Dein Weinregal richtig ausgerichtet sind? Klicke einfach auf das Wasserwaage-Symbol und lege Dein Smartphone auf das Objekt, und schon weißt Du Bescheid. Ähnlich simpel funktionieren die anderen Werkzeuge. Besonders praktisch ist die Option, Maße als Fotonotiz zusammenzufassen. Damit gehört die Zettelwirtschaft der Vergangenheit an.

Dieses kostenlose Tool gibt es sowohl für Android als auch für iPhone. Der Unterschied besteht darin, dass bei Android-Geräten das Lineal verfügbar ist, bei iPhone hingegen ein Messschieber.

Bosch Toolbox

Offiziell für Profi-Handwerker gedacht, leistet die Bosch Toolbox auch Heimwerkern wertvolle Dienste. Sie bietet neben Tools, die eher Berufshandwerker interessieren (z. B. Rapport- und Stundenzettel), auch eine Aufmaßkamera, mit deren Hilfe Du Maße direkt in ein Foto eintragen, Besonderheiten wie elektrische Leitungen und Anschlüsse markieren und Notizen wie Sprachmemos, Videos und Texte hinzufügen kannst. Ein Einheitenrechner hilft Dir, unterschiedliche Werte schnell in das richtige Maß zu konvertieren. Darüber hinaus hast Du die Möglichkeit, Materialkosten gleich über die App zu kalkulieren.

Teil der gratis erhältlichen Bosch Toolbox ist eine katalogisierte Übersicht über das gesamte Bosch Professional-Sortiment. Viele der dort gelisteten Maschinen kannst Du direkt bei ProKilo bestellen. Die App ist im Google Play Store sowie im Apple App-Store erhältlich.

Smart Tools – Werkzeugkasten

Beim Smart Tools – Werkzeugkasten handelt es sich um ein Komplettpaket mit sechs einzelnen Apps. Jede davon enthält Werkzeuge für einen ganz bestimmten Einsatzbereich. Länge, Winkel und Steigungen kannst Du damit ebenso messen wie Höhen, Breiten und Flächen. Neben einer Schalldruckmessung und einem Vibrometer bietet Dir das Tool einen Kompass, einen Metalldetektor und GPS. Eine Taschenlampe sorgt bei Bedarf für mehr Licht und ein Einheiten-Konverter nimmt Dir das umständliche Umrechnen ab.

Diese deutschsprachige App, von der es eine Gratis- und eine erweiterte kostenpflichtige Pro-Version gibt, ist nur für Android erhältlich. Für iPhone-Besitzer bietet das englischsprachige Smart Tool (HD) eine gute Alternative.

NORM2GO

Für Handwerker ist das Wissen um DIN-Normen unerlässlich. Doch auch Heimwerker müssen bei vielen Arbeiten technologische und sicherheitsrelevante Standards einhalten. So sind im Sanitärbereich und bei Wasseranschlüssen Mindesthöhen vorgeschrieben, in denen Anschlussarmaturen anzubringen sind. Aber auch im Zusammenhang mit Lacken und Farben kann es nützlich sein, die eine oder andere Norm zu kennen. Ein praktisches Tool vor allem für professionelle Handwerker, aber auch für semiprofessionelle Heimwerker, ist die App NORM2GO vom Beuth Verlag, die Dir in Sekundenschnelle verrät, ob eine DIN-Norm noch aktuell ist oder nicht.

Diese kostenlose App funktioniert leider nur für Normen ab dem Jahr 2004, auf deren Deckblatt sich ein scannbarer Barcode befindet. Dafür zeigt sie Dir aber nicht nur an, ob eine DIN veraltet ist, sondern verweist Dich auch direkt auf das derzeit anzuwendende Nachfolge-Dokument.

Fazit:

Apps für Hand- und Heimwerker sprießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden. Neben den hier vorgestellten gibt es noch viele weitere Anwendungen, die Dir die Arbeit erleichtern. Die meisten davon stehen kostenlos zum Download, für einige wird ein kleiner Betrag fällig. Die Gratisversionen lohnen in jedem Fall einen Blick. Bei Nichtgefallen kannst Du sie jederzeit wieder löschen und Dich nach einer Alternative umschauen.

Blindniete richtig setzen – so schaffst Du feste Verbindungen

Blindniete bieten Dir die Möglichkeit, Bauteile aus verschiedensten Materialien lösbar oder unlösbar miteinander zu verbinden. Der besondere Vorteil dieser Niete besteht darin, dass Du sie an nur einseitig erreichbaren Stellen „blind“ einsetzen kannst. Für eine dauerhafte und sichere Verbindung ist es wichtig, dass das Material, der Durchmesser und die Länge der Niete auf den Werkstoff und die Geometrie der zusammenzufügenden Elemente abgestimmt sind.

Für das Einsetzen der Niete benötigst Du:

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Blindniet-Varianten wie Senkniete, Flachkopfniete, Einnietmuttern und Einnietbolzen, die Dir eine nahezu unendliche Anwendungsvielfalt ermöglichen. Unabhängig von der jeweiligen Ausführung besteht der Blindniet aus einem hohlen Nietkörper, aus dessen Kopf ein mit einer Sollbruchstelle versehener längerer Dorn herausragt.

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung ist auf die Verwendung einer manuellen Nietzange ausgelegt. Bei der Nutzung anderer Nietzangenarten ist das grundlegende Vorgehen identisch.

Schritt für Schritt zur sicheren Niet-Verbindung

1. Schritt: Bohrung setzen

Zunächst zeichnest Du die vorgesehene Nietstelle mithilfe eines Blei- oder Filzstifts an. Dann bereitest Du das Werkstück mit dem Körner und dem Hammer auf das Bohren des Lochs vor. Damit verhinderst Du, dass Dir der Bohrer wegrutscht und unschöne Kratzer auf der Materialoberfläche hinterlässt.

Ist die Nietstelle vorbereitet, bohrst Du das Loch durch die zu fügenden Werkstücke. Im Idealfall sollte der Durchmesser der Bohrung 0,1 mm größer sein als der Durchmesser des Niets. Für die Verbindung von Metallblechen benötigst Du einen entsprechenden Metallbohrer.

2. Schritt: Blindniet in Werkstück einsetzen

Stecke den Niet in das gebohrte Loch. Achte darauf, dass die Werkstücke dabei bündig aufeinander liegenbleiben und nicht verrutschen. Der Niet sollte etwa einen Nietdurchmesser weit aus der Rückseite des hintenliegenden Fügeteils herausragen.

Vergewissere Dich, dass auf der Blindnietzange das korrekte Mundstück aufgeschraubt ist. Öffne die Griffsicherung der Zange und lass den Hebel in die hintere (offene) Position gleiten. Setze die Zange nun so auf den Blindniet auf, dass dessen Dorn komplett in das Mundstück hineinrutscht.

3. Schritt: Niet setzen

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, drückst Du den Zangenkopf auf den Niet und presst den Nietsetzkopf möglichst fest auf die Nietfläche. Nun drückst Du die Griffe der Blindnietzange zusammen. Durch die Bewegung der Spannbacken wird die vordere Verdickung des Nietdorns in die Niethülse gezogen. Das führt zu einer Stauchung und zur Aufweitung des Niets innerhalb und hinter der Bohrung.

Zunächst wird der hohle Nietkörper durch die Stauchung verkürzt, wodurch sich sein Durchmesser vergrößert. Zum Ende dieser Phase füllt der Niet die Bohrung vollständig aus. Sobald er sich nicht weiter im Durchmesser ausdehnen kann, bildet sich hinter der Bohrung eine deutliche Ausweitung, die dafür sorgt, dass der Niet nicht mehr nach vorn herausrutschen kann.

Damit der Niet am Ende richtig fest sitzt, musst Du den Vorgang wiederholen, bis der Nietdorn seine Sollbruchstelle erreicht hat und abreißt. Den nun in der Zange befindlichen abgerissenen Teil des Dorns kannst Du anschließend entsorgen.

Tipps fürdas richtige Setzen von Blindniet-Sonderformen

Neben herkömmlichen Blindnieten gibt es noch einige spezielle Varianten, die zum Teil anders gesetzt werden müssen.

Hammerschlag-Blindniet

Bei dieser Nietform schlägst Du den Dorn ein, um den Niet zu spreizen. Durch das Stauchen wird der Niet dicker, bis er das Nietloch komplett ausfüllt und sich an die Wand des Bohrlochs drückt. Der im Niet verbleibende Dorn verschließt die Öffnung. Achte darauf, die Schläge exakt senkrecht auszuführen, damit sich der Nietschaft nicht krümmt.

Becherniet (Dicht-Blindniet)

Bei dieser Variante besteht der Unterschied zum herkömmlichen Blindniet darin, dass das verdickte Ende des Dorns nicht sichtbar ist, weil der Nietkörper es wie ein Becher vollständig umschließt. Den Becherniet setzt Du mit der Blindnietzange wie oben beschrieben.

Durchziehniet

In dieser Nietausführung hat der Dorn keine Sollbruchstelle, sondern wird mit der Blindnietzange komplett durch die Niethülse gezogen. Der Dorn besitzt einen sechseckigen Kopf und in die Nietaußenfläche ist ein Gewinde eingeprägt. Dadurch kannst Du den Niet bei Bedarf nachträglich mit einem Sechskantschlüssel demontieren.

Stufenblindniet

Hier besteht der hohle Nietkörper aus einem dünnen Bereich, der sich verhält wie ein Blindniet. Zwischen diesem und dem Nietkopf befindet sich ein dickerer Teil, der sich weder staucht noch aufweitet. Zur Anwendung kommen Stufenblindnieten, wenn eines der zu verbindenden Bauteile hohl oder nicht ausreichend hart ist oder eine druckempfindliche Oberfläche besitzt. Auch hierkommt die Blindnietzange zum Einsatz.

Blindniet-Bolzen

Beim Blindniet-Bolzen ist der Nietdorn am Werkzeugende rilliert, um höhere Zugkräfte zu ermöglichen. Ziehst Du den Nietdorn mithilfe der Nietzange, staucht sich das nach vorn herausragende Ende der Niethülse. Wenn die maximale Stauchung erreicht ist, legt sich der Nietkopf ähnlich einem Schließringbolzen um den Nietdorn. Erhöhst Du die Zugspannung noch weiter, bricht der Dorn ab. Der Rest verbleibt unter Spannung in der Niethülse.

Blindnietmuttern und -schrauben

Bei Blindnietmuttern handelt es sich um Hülsen, die an einem Ende einen Kragen und am anderen Ende ein Innengewinde besitzen. Zwischen Gewinde und Kragenweist der Schaft eine geringe Wandstärke auf. Anstelle des Dorns tritt ein Gewindebolzen. Ziehst Du diese an, wölbt sich der dünnwandige Schaft nach außen, wodurch sich die Blindnietmutter im Werkstück verspannt.

Zum Setzen dieser Niete gibt es eine spezielle Blindnietmutter-Hebelzange. Auf deren Gewinde schraubst Du die Blindnietmutter auf. Der Dorn muss am Ende ein kleines Stück herausschauen. Dann setzt Du die Mutter in das vorgebohrte Loch im Werkstück ein und spannst Sie mit der Zange. Es entsteht ein flacher Kragen an der Oberseite des Gewindes, der das Werkstück einspannt und dafür sorgt, dass der Niet absolut fest sitzt.

Bei der Blindnietschraube ersetzt ein fest verbundener Gewindebolzen den Dorn. Das Setzen funktioniert im Prinzip genau so wie bei der Blindnietmutter.

Reinigen von Metall

Neues Jahr – Neujahrsputz! Gerade wenn es um das Reinigen von Metallen geht, aus denen im Haus z.B. Spülen, Armaturen oder Geländer hergestellt sind, kann es kniffelig werden. Neben einigen Reinigungstipps möchte ich heute auch erklären, wie sich Rostflecken entfernen lassen können.
Inhalte

  1. Wie lassen sich unterschiedliche Metalloberflächen reinigen?
  2. Stahl reinigen
  3. Edelstahl reinigen
  4. Aluminium reinigen
  5. Messing reinigen
  6. Kupfer reinigen
  7. Zink reinigen
  8. Rost entfernen

Wie lassen sich unterschiedliche Metalloberflächen reinigen?
Jedes Metall zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus. Diese Eigenheiten erfordern aber auch jeweils eine unterschiedliche Pflege. Ganz gleich, ob Stahl, Edelstahl, Messing oder Zink: Mit den richtigen Produkten und einfachen Hausmitteln lassen sich Metalloberflächen wieder zum Glänzen bringen und Rostflecken behandeln.

Wie lassen sich unterschiedliche Metalloberflächen reinigen?
Jedes Metall zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus. Diese Eigenheiten erfordern aber auch jeweils eine unterschiedliche Pflege. Ganz gleich, ob Stahl, Edelstahl, Messing oder Zink: Mit den richtigen Produkten und einfachen Hausmitteln lassen sich Metalloberflächen wieder zum Glänzen bringen und Rostflecken behandeln.

Stahl reinigen
Unbehandelter roher Stahl – auch „schwarzer“ Stahl genannt, muss schon vor der Verarbeitung gereinigt werden. Zum Schutz vor Korrosion und Beschädigungen werden die Produkte ab Werk mit einem Ölgemisch eingesprüht. Hier helfen Bremsenreiniger und ein Baumwolllappen weiter. Öl und Schmutz werden so vom Metall gelöst. Anschließend kann der Baustahl verarbeitet werden. Ohne weitere
Behandlung hält sich dieser Zustand nur bei absoluter Trockenheit im Innenbereich länger. Selbst dann empfiehlt es sich das fertige Werkstück mit einem Öl oder mit Bienenwachs vor Korrosion zu schützen. Unbehandelter Stahl wird immer häufiger für den Möbelbau im Industrial-Style genutzt.

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Edelstahl reinigen
Edelstahlgeländer, Einbauspüle, Kühlschränke, Armaturen, Dunstabzugshauben – Edelstahl gibt es in fast jedem Haus. Kein Wunder: Das Metall ist robust, sieht ansprechend aus und bietet eine hohe Funktionalität. Wenn Sie Edelstahl reinigen möchten, verwenden Sie am besten spezielle Pflegeprodukte. Zur Reinigung eignet sich ein zum Beispiel ein Citrus-Reiniger. Diesen mit einem Baumwolltuch auftragen und die Fläche gründlich reinigen. Ein spezielles Edelstahlpflegespray eignet sich erst im Anschluss, um das Material zu pflegen und zu schützen. Oft wird der Einsatz von Pflegesprays zur Reinigung empfohlen. Bei Verwendung des Sprays ohne vorherige Reinigung des Materials wird der vorhandene Schmutz nämlich noch weiter in das Material eingearbeitet und durch den Öl-Anteil im Spray weiter gebunden. Der in den meisten Küchen verwendete Edelstahl hat eine geschliffene, gebürstete oder polierte Oberfläche. Um die Schliffstruktur bzw. die glänzende Oberfläche nicht zu beschädigen ist es wichtig unbedingt ein weiches Tuch zur Reinigung zu verwenden. Scheuermittel und Putzschwämme müssen daher unbedingt vermieden werden.
Auch Hausmittel können bei Edelstahl kleine Wunder bewirken. Einige Tropfen Essig, der Saft einer ausgepressten Zitrone oder eine Paste aus Backpulver und Wasser (ca. 3 EL Backpulver, 1 bis 2 EL Wasser) etwa. Diese Hausmittel einfach auf verschmutzten Edelstahloberflächen verreiben und gründlich mit Wasser nachspülen. Anschließend polieren und imprägnieren. Bei Dunstabzugshauben ist die Herausforderung bei der Reinigung besonders groß. Der Schmutzfilm aus Dreck in Verbindung mit Fett haftet besonders stark. Hier helfen auch Babyfeuchttücher gut weiter.

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Aluminium reinigen
Aluminium hat viele besondere Eigenschaften und wir finden es bei uns im Haus z.B. in der Küche oder als Alufelgen am Auto. Neben den vielen besonders guten Eigenschaften wie z.B. dem geringen Gewicht und der hohen Wärmeleitfähigkeit, hat es aber auch die Eigenschaft: An der Luft, also durch die Sauerstoffeinwirkung, bildet sich rasch eine Oxidationsschicht. Aluminiumbauteile ohne Schutzschicht neigen daher dazu anzulaufen. Hier noch eine Klarstellung: immer wieder kann man lesen, dass durch das Reinigen von Aluminium mit Hausmitteln die Oxidschicht verhindert wird. Was eine nicht weiter versiegelte oder geschützte Aluminiumoberfläche betrifft, ist das falsch. Die Oxidschicht lässt sich nicht entfernen, ohne dass sie sich innerhalb weniger Minuten wieder neu bilden würde. Zudem kann die Oxidschicht auch nicht „abgewischt“ werden. Dazu müssten das Aluminium gebeizt werden. Viele Bauteile aus Aluminium sind zudem ohnehin geschützt. Alufelgen zum Beispiel durch eine Lackierung. Alufelgen dürfen deshalb auch nicht angeschliffen werden. Das gilt auch beim Lackieren von Alublech. Es ist darauf zu achten, dass Lack und Grundierung nicht vollständig abgeschliffen werden, um zu verhindern, dass das Aluminium oxidieren kann. Typische Hausmittel zur Reinigung von Aluminium sind Essig- oder Zitronensäure. Das Material wird mit einem nicht kratzenden, schonenden Lappen eingerieben. Nach kurzem Einwirken kann mit klarem Wasser nachgespült werden. Alternativ hat sich auch Spiritus als Reinigungsmittel bewährt. Auch hier muss anschließend mit klarem Wasser nachgespült werden.

Messing reinigen
Messing ist eine Kupferlegierung, die häufig für Türbeschläge und Lampen, aber auch für Armaturen und Spülen sowie für Dekorationsartikel im Haus genutzt wird. Ob es sich um Messing handelt oder um eine Beschichtung lässt sich mit einem Magneten prüfen, da Messing nicht magnetisch ist.
Das Problem bei Messing ist häufig Oxidation des Materials. Messing bekommt mit der Zeit dunkle Flecken. Hier hilft ein spezieller Citrus-Reiniger. Alternativ hat sich im Kampf gegen die Verfärbungen
folgendes Hausmittel besonders bewährt: Betroffene Stellen mit einem Gemisch aus Zitronensaft und Spülmittel einreiben. Dabei sollte das Verhältnis in etwa 1:1 sein. Mit Wasser und einem Mikrofasertuch werden nun die Reste des Reinigers entfernt. Dann wird das Werkstück trocken gerieben und poliert. Alternativ kann eine spezielle Polierpaste für Messing verwendet werden.

Kupfer reinigen
Kupfer finden wir im Haushalt auch gerne in der Küche z.B. bei Kochtöpfen wieder. Aber auch immer mehr Deko-Artikel, Lampen und Bauteile von Möbeln werden aus Kupfer hergestellt. Mit zunehmender Zeit laufen Gegenstände aus Kupfer an und verfärben sich grünlich. Das liegt daran, dass Kupfer mit Sauferstoff zu Kupferoxid reagiert. Auch hier ist eine Behandlung mit dem Citrus-Reiniger und dem Mikrofasertuch mein Profi-Tipp. Wer seinen Geldbeutel schonen will kann auf verschiedene Hausmittel zurückgreifen. Bei Pfannen und Töpfen kann z.B. Holzasche auf ein weiches Tuch gegeben und die Gegenstände damit poliert werden, um Kupfer zu neuem Glanz zu verhelfen. Ansonsten hilft auch ein 1:1 Gemisch aus Buttermilch und Salz. Diese Mischung muss gut verrührt werden. Anschließend kann das Kupfer damit eingerieben werden. Nach kurzem Einwirken mit einem trockenen Tuch abwischen und polieren.

Zink reinigen
Zink kommt vor allem als Zinkblech zum Einsatz, das wiederum der Herstellung von Dachrinnen, Fensterbänken, Geländern oder Gefäßen dient.
Zink bildet eine natürliche Patina, mit welcher sich das Metall selber schützt und auch reinigt. Diese Schicht wird erhalten, indem bei der Reinigung auf chemische Mittel, spezielle Hausmittel oder grobe Bürsten verzichtet wird. Stattdessen ein Tuch aus Baumwolle nehmen,  in klares Wasser tauchen und reinigen. Bei starkem Schmutz kann mit etwas Alkohol nachgeholfen werden.

Rost entfernen
Rostflecken sind leider hartnäckig und lassen sich nicht einfach wegwischen. Im Haushalt gibt es viele rostanfällige Gegenstände, z. B. Besteck oder Schrauben. Rost sollte immer so früh wie möglich entfernt werden, am besten direkt, nachdem er entdeckt wurde. Zunächst sollte loses Material mit einem Tuch abgestrichen werden. Bei hartnäckigen und großen Rostflächen hilft nur eine mechanische Bearbeitung. Diese kann zum Beispiel mit einem Schleifvlies erfolgen. Im Anschluss wird das Werkstück gereinigt und geschützt. Hier kann ich Metal-Fluid empfehlen. Rostentferner oder Rostwandler sind zwar erhältlich, Hausmittel leisten aber gerade bei kleinen Teilen oft gute Dienste. Legen Sie betroffene Gegenstände z. B. über Nacht in Cola oder Zitronensaft. Nach dem Cola- oder Zitronen-Bad polieren Sie die Objekte mit Alufolie. Im Fall von Zitronensaft reicht es, mit einem Tuch nachzuarbeiten. Regelmäßiges Reinigen und Polieren ist bei metallenen Gegenständen die beste Maßnahme gegen Rost und Korrosion und die Metalloberflächen gewinnen ihren alten Glanz zurück

Fachleute fragen

Wenn die Verunreinigung oder Beschädigung durch Schmutz und Rost so groß ist, dass Du selbst nicht mehr weiter weißt oder unklar ist, wie vorzugehen ist gilt: Frag einen Fachmann/Fachfrau deines Vertrauens! Es gibt jede Menge spezieller Schleiftechniken und Reinigungsmittel die nicht von Fachfremden eingesetzt werden sollten. Lieber Rat holen, als das Material dauerhaft zu beschädigen!

Wenn ihr weitere Erfahrungen gesammelt habt, wie Metalle erfolgreich zu Reinigen oder von Rost zu befreien sind, freue ich mich über eure Tipps in den Kommentaren.

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Das kleine Schrauben-Einmaleins

Arbeitstipps zum richtigen Schrauben

Schrauben sorgen für sichere Verbindungen, die Du jederzeit  wieder lösen kannst. Schnell, unkompliziert und ohne die verbundenen Elemente zu beschädigen. Kein Wunder, dass es unzählige Verbindungselemente (Schraube, Muttern und Zubehörteile) gibt.

Doch welche Schraube wird wo eingesetzt? Das möchte ich Euch mit unserem „Kleinen Schrauben-1×1“ erklären:
Dabei stellen wir die wichtigsten Schraubenarten und ihre Einsatzbereiche vor. Und unsere Arbeitstipps zeigen, wie Du die Schrauben optimal einsetzt.

Schrauben unterscheiden sich anhand folgender Kriterien:

  • verwendetes Material
  • Kopf- und Antriebsform
  • Gewindeart und -form

Kennzeichnung & Festigkeit

Nach der Normung für mechanische und physikalische Eigenschaften (EN ISO 898-1) sind die Festigkeitsklassen 4.6, 5.6, 5.8, 6.8, 8.8, 10.9 und 12.9 gängig.

In der Industrie kommt sehr häufig die Klasse 8.8 zum Einsatz. Die Klassen 4.6, 5.6 und 5.8 werden hauptsächlich bei Massenwaren und geringwertigen Verbindungen eingesetzt.

Für Schrauben aus nichtrostendem Stahl wird die Qualität und Festigkeitsklasse auf dem Schraubenkopf angegeben.

Werkstoffe

Das eingesetzte Material ist von entscheidender Bedeutung für die Qualität der Verbindungselemente. Hier ein paar gängige Beispiele:

  • Stahl, vom Baustahl bis hin zum rostfreien Edelstahl
  • Legierungen u.a. Messing
  • sonstige Metalle wie z.B. Kupfer, Titan oder Aluminium
  • Holz
  • Stein
  • Kunststoff
  • Keramik
  • Verbundwerkstoff

Stahlschrauben sind in blanker (unbehandelter) oder in verzinkter Ausführung erhältlich. Gerade in unbehandelter Ausführung sind sie für den Einsatz im Innenbereich gedacht.

Edelstahlschrauben werden in erster Linie im Außenbereich eingesetzt. Schrauben aus Messing (Kupfer-Zink-Legierungen) rosten ebenfalls nicht. Sie sind blank oder veredelt (verchromt) erhältlich und werden o, Sanitär-, Innen- und Außenbereich verwendet.

Kopfformen

  • Halbrundkopf (Linsenkopf
  • Senkkopf
  • Linsenkopf
  • Sechskantkopf
  • Flachrundkopf (mit Vierkant-Ansatz)
  • Pan Head
  • Zylinderkopf

Antriebsformen

  • Pozidrive-Kreuzschlitz
  • Philipps-Kreuzschlitz
  • Außen-Sechskant
  • Außen-Vierkant
  • Längsschlitz
  • Innen-Sechsrund (Torx)
  • Innen-Sechskant (Inbus)
  • Innen-Vierkant
  • Innen-Vielzahn

Länge

Die Angabe der Längen meint die Länge ohne Kopf (also Gewinde plus ggf. Schaft). Bei Schrauben mit Senkkopf oder Linsensenkkopf wird die Länge ab der Position des Kopfdurchmessers gemessen.

Die Länge einer Schraube wird meist in Millimetern angegeben. Die Angabe beschreibt die Eindringtiefe ins Material. Nur bei der ganz im Material verschwindenden Senkkopfschraube ist der Kopf mitzurechnen (bei der Linsenkopfschraube aber nur teilweise, denn die „Linse“ des Kopfes steht über).

Nützliche Tipps

Wenn Du Schrauben schräg einschrauben möchtest, ist es hilfreich, vorher eine Aussparung für die Schraube zu bohren oder auszustemmen.

Festsitzende Schrauben lassen sich gut lösen, wenn Du einen schräg gestellten Schraubendreher und einen Hammer zu Hilfe nimmst. Löse die Schraube in Linksrichtung.

Stabile T-Verbindungen bei Untergestellen kannst Du gut mit Sechskantschrauben herstellen. Am besten bohrst Du dazu ein Loch im Gewindedurchmesser in die zu verbindenden Teile. Zum Aufnehmen der Mutter wird eine Aussparung in die Zarge gebohrt oder ausgestemmt. Die Aussparung muss nicht durchgehen, sollte aber mindestens 3 cm vom Leistenende entfernt sein.

Für den sicheren Halt in Hirnholz werden Schrauben in einen Holzdübel
geschraubt, der zuvor quer zur Faser in das Holz eingeleimt wurde. Durch Zwangsvorschub entstehen gerade bei Verschraubungen von Holz auf Holz mit herkömmlichen Uni-Allzweckschrauben Zwischenräume. Diese Spaltenbildung kannst Du vermeiden, wenn Du selbstbohrende Uni-Allzweckschrauben mit Schaft verwendest. Hier entsteht kein Zwangsvorschub, da sich das Gewindeteil nach abgeschlossener Verschraubung ausschließlich im unteren Teil der Holzverbindung befindet. So kann sich der obere Holzteil nicht nach oben drücken.

Wenn Du massive Werkstücke aufschrauben willst, solltest Du Senklöcher bohren. Dazu wird im dicken Teil ein Loch im Durchmesser des Schraubenkopfes gebohrt. Danach bohren Sie das Loch für den Schraubenschaft. Wenn die genaue Position für die Verbindung der beiden Werkstücke feststeht, wird in das untere, dünnere Teil ein Loch gebohrt. Bei Weichholz bohrst Du für den Gewindeteil der Schraube etwa 2/3 d er Schraubenlänge vor, bei Hartholz etwas tiefer. Der Durchmesser des Bohrers sollte max. 2/3 des Gewindeteils betragen.


Die Wahl des richtigen Werkzeuges

Für Schraubverbindungen und Montagen benötigst Du außer den passenden Schrauben eine größere Auswahl an Schraubendrehern in Schlitz- und Kreuzschlitzausführung. Noch bequemer ist es wenn Du zum Akkuschrauber greifen kannst. Hier gibt es die passenden Bits zu allen Shrauben-Typen. Nur die passende Klinge zur entsprechenden Schraube ermöglicht die optimale Handhabung. Wichtig: Die Klingenbreite eines Schraubendrehers oder Bits sollte immer exakt mit der Schlitzbreite der Schraube übereinstimmen, sonst wird entweder das Werkzeug oder die Schraube beschädigt. Der Schraubendreher muss vollständig und senkrecht im Schraubenschlitz stehen. Dann hast Du genug Berührungsfläche zwischen Schraubendreher und Schraubenkopf garantiert und somit ausreichend Drehmoment, um Schrauben erfolgreich zu drehen. Schrauben lassen sich außerdem leichter eindrehen, wenn Du sie vor Verwendung in Paraffin-Öl taucht.

Übrigens:

Bei ProKilo unterscheiden wir Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben aus Vorrat nur nach ihrem Werkstoff: Verzinkt und Edelstahl. Alle verzinkten Artikel befinden sich in blauen Schütten und alle Edelstahl-Artikel sind in grauen Schütten.

In den ProKilo-Märkten könnt ihr Euch eure Befestigungsartikel eigenständig zusammenstellen. Wichtig ist: Für jeden Werkstoff (verzinkt/Edelstahl) eine einzelne Tüte befüllen. Fast alle Besfestigungs-Artikel bekommt ihr bei uns übrigens einzeln.

Some facts about… COR-TEN-Stahl!

Was du über Corten-Stahl wissen solltest
Der sogenannte COR-TEN-Stahl wird immer beliebter. Vor allem im Garten- und Landschaftsbau, aber auch im inneren des Hauses ist die Rost-Optik des Stahls in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt. Ob Pflanzkübel oder Hochbeete, Feuersäulen oder Sichtschutz, Zäune oder Gartenmöbel – die Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Ich denke, ein guter Einstieg wäre es wohl, wenn ich dir zunächst einmal ein paar Inspirationen liefere…

Schöne Gartengestaltung mit Corten-Stahl

Hat schon was, oder? Ich finde: ja. Und das liegt zu einem großen Teil an dem Material, aus dem die Säulen gebaut sind, denn dieser hat ganz bestimmte Eigenschaften, die ihn zu etwas Besonderem werden lassen.

Erst einmal ein bisschen Allgemeines

COR-TEN Stahl gehört zu den wetterfesten Baustählen und ist seit den 70ern auch in Deutschland ein  beliebter Werkstoff im Hochbau, Hallenbau, Straßenbrückenbau, Kranbau, Behälterbau, Mastbau, bei Kaminen und bei Stahlskulpturen. Mit seiner Zugehörigkeit zur Gruppe der wetterfesten Baustähle hat er  gegenüber den „normalen“ Baustählen einen entscheidenden Vorteil: er kann vorwiegend ungeschützt eingesetzt werden, da er einen wesentlich erhöhten Widerstand gegen atmosphärische Korrosion hat.

Die größte Brücke aus wetterfestem Stahl steht übrigens in den USA, genauer in West Virginia. Es handelt sich um die Fachwerkbrücke New River Gorge, die 1977 erbaut wurde und eine beeindruckende Spannweite von 518m aufweist.

Dass COR-TEN Stahl genauso wie andere wetterfeste Baustähle größtenteils korrosionsbeständig ist, liegt an einer Tatsache, die seine ganz besondere Optik ausmacht: er bildet mit der Zeit so genannten Edelrost und erhält dadurch eine natürliche, erdige Rostfärbung, die ihn auch gerade bei Künstlern und Architekten sehr beliebt macht. Wie genau das dann aussehen kann, siehst du hier an einem Projekt, welches von Froebel Metallbau realisiert wurde:

So verändert sich Corten_Stahl bei Wettereinfluss...

Dieser beeindruckende Würfel ist übrigens die Fassade eines Pumpenhauses in Hamm. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du gern im Fröbel | Blog schnüffeln.

Gehen wir nun etwas mehr ins Detail

Wie bereits erwähnt, ist COR-TEN Stahl wetterfest. Diese Eigenschaft entsteht durch seine sehr geringen Legierungsanteile (unter 1%), bei denen die hauptsächlichen Elemente Kupfer und Chrom sind. Bei einigen wetterfesten Baustählen wird zudem Phosphor zugefügt. Unter anderem auch bei unserem Cor-Ten Stahl. Phosphor steigert die Wetterfestigkeit des Stahls, führt allerdings  dazu, dass man bei Schweißarbeiten besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen muss. Dazu später mehr…

Die Wetterfestigkeit des Corten Stahls entsteht durch die Bildung einer Rostschicht, die gleichzeitig wie ein Schutzschild vor dem inneren Verrosten des Stahls schützt.

Diese so genannte Patina (also der Edelrost) entwickelt der Stahl unter natürlicher Bewitterung mit einem Feucht-Trocken-Wechsel in ein bis zwei Jahren. Dann ist die Schicht relativ dicht und fest haftend. Ihr Entwicklungsprozess wird in den folgenden Jahren wesentlich verlangsamt. Auch an der Färbung erkennt man übrigens den Fortschritt des Rostprozesses. Während die Braunfärbung in den ersten Wochen noch relativ hell ist, wird sie im Laufe der Zeit immer dunkler.

Bei Corten Stahl ist es wichtig, auf einen Wechsel aus Feuchtigkeit und Trockenheit zu achten. Die Schutzoberfläche enthält an der ein oder anderen Stelle feine Risse. Hält die Feuchtigkeit also lange an, dringt sie in die Ritzen und fällt den Stahl darunter an. Das Stahlblech beginnt von innen zu verrosten.

Den Prozess der Edelrost-Bildung kann man übrigens auch durch  Laugen und Säuren beschleunigen.

Möchtest du dies tun, wende dich doch bitte an unsere Kollegen im Markt. Diese erklären dir dann gern, wie du schneller an dein gewünschtes Ziel kommst.

Und wie lässt sich Cor-Ten Stahl nun verarbeiten?

Diese Frage beantworte ich gern. In diesem Punkt ist COR-TEN Stahl nicht viel anders zu verarbeiten als unlegierte Stähle: Kalt- und Warmumformungen, Brennen, Flammrichten, Bohren oder Fräsen unterliegen hier den gleichen Vorschriften.

Schweißen ist da ein bisschen komplizierter. Es ist so, dass die wetterfesten Baustähle ebenso wie die unlegierten Stähle geschweißt werden können, aber alle phosphorhaltigen Stahllegierungen – so, wie unser COR-TEN Stahl – unterliegen hier besonderen Vorsichtsmaßnahmen, die du in der DIN EN 10155 Anhang C nachlesen kannst.

Wenn du den COR-TEN Stahl schweißen willst, ist es ratsam, im Bereich der Randzonen (etwa durch Schleifen) eine bereits entwickelte Deckschicht (= Rostschicht) in einer Breite von 10-20 mm zu entfernen. Damit verhinderst du, dass Heißrisse durch die niedrigschmelzenden Kupfer-Eisen-Legierungen an der Oberfläche entstehen.

Bezüglich des Materials, mit dem du die wetterfesten Baustähle verbinden kannst, ist nur zu sagen, dass sie sich sowohl untereinander als auch mit anderen schweißgeeigneten, unlegierten Baustählen verschweißen lassen. Allerdings muss hier darauf geachtet werden, dass auch das Schweißgut wetterfest ist. Die gängigen Legierungstypen sind hierbei übrigens CuNi und CuNiCr und sind ganz normal im Handel erhältlich. Wenn du schweißt, kannst du die Nähte auch unterbrechen. Allerdings nur, wenn der COR-TEN Stahl im Folgenden ausschließlich einer indirekten Benetzung ausgesetzt ist.

Was muss ich beim Verschrauben beachten?

Beim Schrauben von wetterfestem Stahl gibt es Einiges zu beachten. Es gibt zwar auch Befestigungstechnik aus wetterfestem Stahl, diese ist aber im Handel eher schwieriger zu ergattern. Wie vorhin erläutern, reagiert wetterfester Baustahl mit hochlegierten Edelstählen und anderen Elementen so, dass eine Kontaktkorrosion entstehen kann.

In der Regel ist das Masseverhältnis zwischen z.B. Edelstahlschraube und COR-TEN-Blech jedoch so ausgewogen, dass man Edelstahlschrauben bedenkenlos nutzen kann. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass die einzelnen Schrauben nicht zu nah beieinander eingearbeitet werden. Verzinkte Schrauben sollte man lieber nicht verwenden. Achtet aber beim Schrauben immer darauf, dass ihr keine Spalten entstehen lasst. Auf jeden Fall müsst ihr die Stoßbereiche eurer Schraubverbindungen beschichten, um Korrosion zu vermeiden.

Beispiele einer Wasserschutzmauer und eines Kunstwerkes...

Was man noch beachten sollte?
  • Wie  erläutert, sollte eine Dauerfeuchtigkeit strikt vermieden werden, denn der wetterfeste Stahl rostet hier genauso schnell wie ein unlegierter Stahl (sprich Stahl in seiner Reinform) – haltet also Wassersäcke, Staub, Laub oder ähnlichen Schmutz von dem Stahl fern, damit er sich nicht absetzen und Feuchtigkeit speichern kann
  • COR-TEN Stahl sollte nach einer ausgiebigen Feuchtzeit (z.B. acht Tage lang) auch eine ausgiebige Trockenzeit erfahren, alles andere erhöht die so genannte Abrostungsrate
  • Chlorid sollte von COR-TEN Stahl ferngehalten werden. Lasst also kein Streusalz an den Stahl kommen und auch die Meeresluft (etwa an der Nordsee) ist Gift für den Stahl
  • Auch Industrieluft ist nicht besonders gut für Corten Stahl: chemischer oder industrieller Rauch sowie eine Schwefeldioxidbelastung mit über 50 µg/m² (in der Stadt muss man dahingehend etwas aufpassen) stehen werkstoffgerechten Bedingungen entgegen
  • Für einen erfolgreichen Rostprozess muss der wetterfeste Baustahl auch gut belüftet sein, um den Edelrost gleichmäßig ansetzen zu können
  • Auch sollte man darauf achten, wenn man Corten verbaut, dass keine großen Risse entstehen. Hier kann sich Wasser sammeln und zu Korrosion führen
  • Bei COR-TEN entsteht eine Kontaktkorrosion, wenn er etwa über einen Elektrolyten wie Wasser mit edleren Metallen (wie z.B. Edelstahl, Blei, Kupfer oder Zinn) eine leitende Verbindung bildet, wohingegen COR-TEN Stahl Materialien wie Aluminium oder Zink angreift – also Vorsicht bei Verschraubungen, es kommt hier stark auf das Massenverhältnis der Metalle zueinander an.

So, das war es erstmal zum Thema COR-TEN Stahl und wie immer gilt: Wenn du noch mehr wissen möchtest oder Fragen hast, dann melde dich!

Stahlharte Nerven für tonnenschweres Projekt

Studentin bettet Kunstakademie Düsseldorf auf Stahl

Die Kunstakademie Düsseldorf lud auch im Juli wieder zum alljährlichen Sommerrundgang: Die Ausstellung sämtlicher Abschlussarbeiten verschiedener Jahrgänge.
ProKilo hat die junge Kunststudentin Carmen Schaich von Beginn an als Projektpate bei ihrem Abschlussprojekt begleitet und Ihr mit Rat und Tat beiseite gestanden.
Im abschließenden Interview verrät sie nun, welche Gedanken hinter Planung und Umsetzung standen und was sie sich zukünftig vornimmt.

Wann haben Sie mit der Planung der Ausstellung begonnen?

„Vor ungefähr fünf Monaten, habe ich begonnen erste Zeichnungen anzufertigen und ein Modell des Raumes zu bauen. Der erste Schritt war, die Pflanzen zu kultivieren, da sich deren Wachstumsprozess nicht wesentlich beschleunigen lässt.“

Welche Pflanzen haben Sie kultiviert?

„Ich habe Gurkenpflanzen gezüchtet, um deren weiße Früchte in Plexiglasformen einzuschrauben. Die Früchte wachsen die Form komplett aus und nehmen deren Gestalt an. Ich konnte mir sozusagen meine eigenen Skulpturen wachsen lassen. Wichtig war mir, dass die Früchte weiß sind, deshalb habe ich mich für eine sehr alte Sorte von 1893 entschieden, sie heißt „White Wonder“, was auch der Ausstellungstitel ist. In meiner Ausstellung waren aber nicht nur die Früchte, sondern die kompletten Pflanzen mit den quadratisch geformten Erdballen und Fruchtformen ausgestellt.“

Was waren die nächsten Schritte?

„Ich habe ein genaues Modell der Ausstellung gebaut und alle Materialien, die ich für die Anfertigung der Installation benötigte, organisiert – Rollen, Silikon, Kabel, Lack, Metall… Das Sponsoring verschiedener Firmen machte es mir erst möglich, dieses Projekt umzusetzen.“

Auch wir von Pro Kilo haben Ihnen geholfen das Projekt zu verwirklichen. Wie konnten Sie das Rohmaterial weiterverarbeiten?

„Die Herstellung des Stahlbettes war aufgrund seines hohen Gewichts von 600 kg eine Herausforderung. Gefüllt mit Wasser und Sand wog die Skulptur 2 Tonnen. In der Kunstakademie Düsseldorf gibt es sehr gute Werkstätten mit professioneller Leitung, die bei der Umsetzung der studentischen Arbeit mithelfen. Die bereits zugeschnittenen, ein cm dicken Bleche des Bettes konnte ich verschrauben, die 2 Bettkästen, musste ich verschweißen, um sie wasserdicht zu bekommen. Zudem habe ich die Oberflächen mit Lack und Öl behandelt, um sie vor Korrosion zu schützen. Während der Ausstellung konnten sich die Besucher auf das Sandbett setzten und legen. Es wurde mit Sand, Wasser und Sandformen, die im Bett lagen, gespielt.“

Was wollen Sie mit Ihrer Arbeit ausdrücken?

„Die einzelnen Teile meiner Arbeit, das Stahlbett, die Grafiken und die Pflanzenwürfel, sind miteinander verflochten. Die Atmosphäre ist durchgeplant, vom Geruch über die Temperatur bis hin zu den Geräuschen. In der Ausstellung roch es wie in einem Gewächshaus, es war warm und ein permanentes Wasserplätschern vom Brunnen war zu hören. Der Wind wehte leicht durch die geöffneten Fenster und bewegte die Tiefdruckgrafiken und Blätter der Pflanzen. Es interessiert mich, eine Situation herzustellen. Die Rauminstallation schien auf den ersten Blick harmonisch und schön, kippte aber bei genauerer Betrachtung ins Unheimliche.“

Nun ist die Ausstellung wieder abgebaut und der Raum ist zum Atelier geworden. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

„Erstmal muss ich mich mit der Aufarbeitung des Dokumentationsmaterial beschäftigen, mit der Suche eines Ateliers und Lagers. Dann beginne ich neue Ausstellungen zu planen. Im Februar wird ein Teil meiner Abschlussarbeit im Kunstpalast Düsseldorf erneut zu sehen sein.“

Wir gratulieren der jungen Künstlerin zu ihrem gelungenen und außergewöhnlichem Abschlussprojekt und wünschen ihr viel Erfolg und Inspiration, Kreativität und viel Kraft für all ihre nächsten Vorhaben!
Und für alle, die auch noch Großes vorhaben: Unsere ProKilo Teams stehen Euch bei! Einfach mal ansprechen, Hilfe und Beratung sucht Ihr bei ProKilo nicht vergebens!

 

Schneckenschutz – Der ProKilo-Tipp für alle Gartenliebhaber!

Schneckenschutz - gekantete Bleche

Alle die einen Garten haben, kennen das Problem: Gemüse und Blumen sind gepflanzt, alles wächst und blüht und auf einmal sind Blumen und Salate von Schnecken zerfressen. Und hier kommt unser Tipp ins Spiel: Gekantete Bleche.

Der Trick ist das abgewinkelte Profil, das die Schnecken nicht überwinden können. Die Bleche sollten wenigstens zehn Zentimeter tief im Boden verankert werden und ungefähr genauso hoch aus dem Boden heraus ragen. Sie müssen frei stehen und dürfen keinen Kontakt mit Gemüse oder Gras haben.*

Tierfreundlicher Schneckenschutz

Wir empfehlen hier ein Blech aus Stahl verzinkt mit 1mm Stärke. Die Vorteile sind, dass es stabil genug ist, für die Befestigung im Boden und es ist rostfrei. Damit das Blech auch nach dem Zuschnitt rostfrei bleibt, sollte man die Schnittflächen anschließend mit einem Zinkspray behandeln.

So werden die Schnecken ganz leicht und tierfreundlich von Beeten und geliebten Pflanzen und Gemüse ferngehalten.

Im Internet wird auch häufig Kupfer als Schneckenschutz empfohlen. Angeblich scheuen die Tiere vor dem Kupfer zurück. Fest steht aber auch, dass gelöstes Kupfer bereits in geringen Mengen giftig für Schnecken ist.*

Wo bekommt man den Schneckenschutz her?

Die Bleche könnt Ihr ganz einfach in Eurem ProKilo Markt bestellen. Innerhalb von nur 2 Werktagen lassen wir die Bleche auf das gewünschte Maß zuschneiden und kanten. Und vergesst nicht, gleich das passende Zinkspray mitzunehmen.

Auf eine blütenreiche Zeit und schadenfreie Ernte.  🙂

 

*Quelle: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html

 

Schutz für Ladefläche und Karosserie beim Transport

Transportschutz für Ladefläche

Markus Kombüchen, ProKilo-Kunde und Metallbau-Unternehmer in der 4. Generation ist ständig unterwegs, ständig beladen und war es leid, sich beim Transport ständig Sorgen um seine Karosserie machen zu müssen, denn:
bei der Vielzahl an Blechen und scharfkantigen Metallen, die er auf seiner Ladefläche über die Straßen fährt, besteht bei jeder Bewegung die Gefahr, dass die spitzen Ecken sich durch die Wand der Ladefläche bohren und seinen Wagen beschädigen.

Der Profi-Metallbauer wusste Rat und verstärkte die Innenseiten des gesamten Laderaumes mit Tränenblechen. Bei ProKilo wurde gekantet, gebohrt, gekauft. Selbst der Radkasten wurde umhüllt.
Da Kombüchen auch eine Menge Rohre, Profile und andere lange Waren mitführt, erweiterte er den Ausbau gleich noch um einen Aufbau zum Auflegen oder Anlehnen größerer, sperriger Dinge, die dann gut gesichert und verstaut für mehr Ladevolumen sorgen.

Wir sagen „Super gelöst!“ und wünschen allen, die ähnliches vorhaben viel Erfolg bei der Umsetzung!

→ Die Bleche, gibt’s hier! ←

Transportschutz für Ladefläche

Sitzbank mit InterClamp® Rohrverbindern selber bauen

Sitzbank
Schnell und einfach eine individuelle Sitzbank fertigen.

Die Kollegen aus unserem Markt in Wien waren wieder kreativ und haben aus verzinkten Rohren, einer RESOPAL® X-Line Platte und InterClamp® Rohrverbindern eine Sitzbank für ihre Kunden gebaut.

Für diese Sitzbank benötigt Ihr:
  • Rundrohr, 33,7 mm, Stahl, verzinkt in folgenden Maßen:
    • Länge: 2 Stk. à 1500 mm
    • Breite: 2 Stk. à 400 mm
    • Höhe: 4 Stk. à 500 mm
  • 4x  InterClamp® Rohrverbinder für Rundrohr
  • RESOPAL® X-Line Balkon-/Fassadenplatten 6 mm 1500 x 430 mm
  • 4x Stopfen für Rundrohr
Und so geht’s:

 

Und fertig ist die Sitzbank!

 

 

Von Schreinern, Wäldern und Hängern.

Wie das Kaminholz bei Trier aus dem Wald kommt

Alexander Kirchartz, ein junger Schreiner aus der Nähe von Trier, hatte in seinem Privatleben bislang definitiv eines gelernt: Einen Kamin zu besitzen ist herrlich, für entsprechendes Feuerholz zu sorgen hingegen überhaupt nicht! Die Kirchartz-Familie gehört nicht zu jenen, die sich das Kaminholz bis vor die Hausschwelle ordern – bei der alten Schreiner-Familie zählen Handarbeit und Eigenleistung. Zur großen Enttäuschung des Sprösslings.

Stunden und Tage hatte Alexander mit seinem Vater über Jahre im Wald verbracht und Stämme begutachtet, gesunde ausgewählt und die Bäume schließlich vor Ort gefällt und geschnitten. Direkt in Meterstücke.
„Wer hier bei der Arbeit kurz im Sitzen verschnauft, steht nicht mehr auf!“ so der Vater. „Hier gilt anpacken und durchziehen bis auch das letzte Stück Holz verladen ist.“ Der Anhänger fasste gerade mal 2m³. Ein Mal Verladen gab es nicht. Verschnaufen ging erst, nachdem alles ein zweites Mal verladen war. „Wenn wir uns schon keine größeren Gerätschaften besorgen können, dann soll wenigstens beim ersten Mal alles drauf sein!“ ärgerte sich der Junior Jahr für Jahr.

So machten sich die beiden Schreiner auch in der letzten Saison auf den Weg. Immer mit dabei: Der Anhänger, zwei Kettensägen, Ausrüstung, Punkt. Kein Transporter mit Ladefläche, kein Traktor, kein Sonstwas, aber mit einem großen Unterschied zu den vergangenen Jahren:
Der Hänger fasste die doppelte Menge! Ein Mal aufladen, fertig!

Alexander und sein Vater hatten dem „Doppelt-Schleppen“ nun doch final den Kampf angesagt und sich für eine Aufstockung des Ladevolumens entschieden. Vater Kirchartz übernahm die Kosten, der Sohn den Aufbau.
Hierzu verschweißte Alexander Vierkantrohre zu einem Gerüst, schloss die Felder mit Wellengittern und verschraubte alles ordentlich, bis es stabil und fest saß. Die einzige Schwierigkeit bildete die hintere Ladeklappe, da sich hier der Aufbau mit aufklappen musste. Ein massives Rohr, ein, zwei Löcher in die Seitenwände – und auch das Hindernis war aus dem Weg.

„Hätte ich mich von morgens bis abends dran gesetzt, wäre ich nach maximal 1 Woche fertig gewesen.“ erzählte Alexander uns. So, nebenbei und meist nur am Wochenende, war er mit dem Bau gute 2 Monate beschäftigt. Immer noch rechtzeitig für die Baumfäller-Tage und sowieso eine riesen Kraft- und Zeitersparnis für die Zukunft!

Überrascht, wie unkompliziert Planung und Umsetzung verliefen, nahmen sich die Herren Kirchartz direkt das nächste Projekt vor: Es folgt die Restaurierung eines alten Traktor-Kippers. Wir dürfen gespannt sein. „Danke an das ProKilo-Team aus Trier, wir haben Euch echt gebraucht und Ihr habt nicht gezögert! Danke für die Beratung, die Unterstützung und die perfekten Zuschnitte, wir sehen uns beim nächsten Projekt wieder!“ so Alexander, als wir ihm von seinem Gewinn erzählten.

ProKilo zieht auch dieses Mal wieder den Hut vor so viel Ehrgeiz und Teamarbeit:
Herzlichen Glückwunsch Alexander zu Deinem Gewinn bei unserem Gewinnspiel! Wir drücken Dir fest die Daumen für Dein nächstes Projekt und würden uns freuen, davon bald mehr zu erfahren!

Dein Team von ProKilo

 

Und hier kommt die Einkaufsliste:

Für einen Anhänger mit den Maßen 3 x 1,90m und 0,4m Stapelhöhe benötigst Du:

Vierkantrohre
4x 2910mm
4x 1730mm
8x 530mm
8x 650mm
1x 1920mm

Des Weiteren 10 x 60mm x 30mm Stopfen für die Rahmen
und 8x Sechskantschrauben M10 x 120 mm
sowie
2x Wellengitterplatten (telefonisch oder im Markt erhältlich)
diese wurden auf ca. 2x 3000mm x 650mm und 2x 1800mm x 650mm zugeschnitten.

Die neue Stapelhöhe beträgt laut Angabe anschließend 1,05m.

 

Anhänger