Die Werkbank für den Junior

Kindgerechte Werkbank aus Alu-Konstruktionsprofilen, einer Kunststoffplatte und einem Lochblech als DIY-Projekt.

Der Geburtstag meines Sohnemanns stand neulich vor der Tür und da stellte sich die Frage: Was wollen wir ihm zum Geburtstag schenken? Schnell war klar, dass es etwas rund um sein aktuelles Lieblingsthema „Werkstatt & Baustelle“ sein sollte.

Da er im Laufe der Zeit bereits einige Werkzeug-Atrappen gesammelt hat kam uns die Idee, dass eine Werkbank im Mini-Format mit Stauraum für seine Werkzeuge das perfekte Geschenk wäre. Nach kurzer Recherche im Internet hatte ich eine erste Idee, wie das Ergebnis aussehen sollte und begann eine Skizze zu erstellen.

Für die Umsetzung habe ich mir Aluminium-Konstruktionsprofil sowie das entsprechende Zubehör ausgesucht. Zum einen, weil ich so recht flexibel bin, was Erweiterungen oder spätere Umbauten angeht. Außerdem ist die Konstruktion denkbar einfach und ohne Schweißen und Kleben zu realisieren.

Für den Bau wurden folgende Materialien benötigt:

Beim Zusammenbau wurde zuerst die Grundkonstruktion aus den Alu-Nutprofilen erstellt. Anschließend wurden die Lochblech-Rückwand und die Arbeitsplatte montiert. Zum Schluß wurde dann der Einlegeboden aus Alu-Duett-Blech eingelegt und mit Weicon Speed-Flex transparent werklebt.

Tipp: Wer auf den Einsatz von Klebstoff verzichten will kann den Einlegeboden auch vorbohren und dann mit dem Profil vernieten.

Bevor die Werkbank am Geburtstagsmorgen feierlich präsentiert werden konnte, musste ich nun noch einige Haken und kleine Fäcker für die Ablage von Kleinmaterial anbringen. Die Haken lassen sich entweder im Internet finden und bestellen oder Sie fragen einfach im Einzelhandel ihres Vertrauens freundlich, ob dort eventuell welche abzugeben sind. Die angebrachten Haken habe ich dann mit kleinen Kabelbindern an der Rückwand fixiert, damit der Junior mit den ggf. abgebauten Haken keine Schandtaten anrichten kann. Die Sichtlagerboxen finden sich auch im Internet und können dort online bezogen werden. Hier habe ich  Sichtlagerkästen mit dem Außenmaß 175 x 100 x 75 mm verwendet. Auf der Rückseite habe ich die Kästen mit einem 5 mm Bohrer durchbohrt und die Kästen dann mit einer Schraube und Unterlegscheiben mit der Lochblech-Rückwand verschraubt.

Zu guter letzt ist natürlich die Inszenierung und Dekoration wichtig, damit das Geschenk auch wirklich gut ankommt. Also wird die Werkbank mit dem vorhandenen und neuen Gerätschaften bestückt und ins rechte Licht gerückt und schon ist das Geschenk fertig!

Die Werkbank ist übrigens richtig gut angekommen und der Junior hat alleine und mit seinem Bruder gemeinsam jede Menge Spaß daran Bauarbeiter zu spielen. Das Schöne ist wie ich finde, dass die Materialien langlebig und robust sind und so hoffentlich auch später mit echten Werkzeugen bestückt werden können. Insgesamt habe ich für die Werkbank rund 215,- EUR ausgegeben und muss sagen, dass Sie ihr Geld absolut wert ist.


Viel Spaß beim Nachbauen!

Fit für die Reise – Dachgepäckträger für den guten Zweck

Die nördlichste Ralley der Welt „The Baltic Sea Circle“ führt für einen guten Zweck in 16 Tagen durch zehn Länder und einmal um die Ostesee. Mit dabei ist auch das Team Starrider aus NRW und ein Dachgepäckträger aus unserem Material.

Veranstalter ist die Superlative-Adventure-Club GmbH aus Hamburg, welche seit knapp 10 Jahren mehrere solcher Wohltätigkeits-Rallyes veranstaltet.
Jedes Team, welches an einer Rallye teilnimmt ist dazu angehalten Spenden für einen wohltätigen Zweck zu sammeln. Im Jahr 2018 ist so beispielsweise eine Gesamtsumme von 1,35 Mio. € an Spenden gesammelt worden.

Vor einigen Wochen kontaktierte mich Frank und erzählte mir, dass er gemeinsam mit seinem beiden Freunden Mario und Michael in diesem Jahr an der Ralley teilnehmen wird.

Für das Gefährt der drei abenteuer-hungrigen Freunde aus NRW fehlte noch ein maßgeschneiderter Dachgepäckträger um während der Tour auch gut gerüstet zu sein. Aus Stahl-Rundrohren 21,3×2,65 , Flach-Profil 25×5 und einem Lochblech-Zuschnitt die Frank in unserem Markt Düsseldorf abgeholt hat, war der Dachgepäckträger schnell zusammen gebaut und lackiert.

Frank holt das Material bei Michael vom ProKilo-Team Düsseldorf ab

Die Rollen im Team sind klar verteilt:

Mario ist nicht nur ein begnadeter Gitarrenspieler, sondern auch für die Routenplanung vor und vor allem während der 16-tägigen Rallye verantwortlich. Michael ist Social-Media-Experte und gleichzeitig Marketing-Beauftragter und somit für jeglichen Kontakt mit Sponsoren, Helfern und unseren Spendenempfängern bestens geeignet. Frank ist von Hause aus ein passionierter Schrauber und kümmert sich in erster Linie um alle technisch relevanten Fragestellungen rund um das Gefährt.

Wieso „Team Star Rider“?
Schnell war der Entschluss der drei zur Teilnahme gefasst und auch ein Team Name gefunden, denn bei der Planungen stellte sich heraus, dass Mario einen  guten DJ abgibt und mit der Single „Star Rider“ von der schwedischen Band „Hällas“ überzeugte.  Also drei Star Rider die auch noch unter einem guten Stern fahren? Denn das Fahrzeug stand auch schon fest. Der „fast“ Oldtimer von Michael, den er von seinen Großeltern vorzeitig geerbt hatte, war ebenfalls einstimmig als perfektes Gefährt gewählt worden. Der Mercedes Benz 190 E in schlichtem weiß feierte dieser Tage sein 30-jähriges Jubiläum.

Mercedes-Benz 190E mit Gepäckträger Marke Eigenbau

Für wen werden Spenden gesammelt?
Auf der Suche nach einem regionalen Verein bzw. einer Organisation die Unterstützung benötigt wurden sie in ihrem Umfeld rasch fündig. Michaels Nachbarin ist ehrenamtlich im Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland tätig. Nachdem sich die 3er Combo informiert hatte, was genau denn die Arbeit des Regenbogenlandes ist, war sofort einstimmig klar, das wird unser Projekt.

Wo und wie kann man helfen?
Spendet unserem Wohltätigkeitsprojekt direkt in via betterplace.org.
betterplace.org ist eine Spendenplattform aus Berlin, die von der gemeinnützigen Aktiengesellschaft gut.org, betrieben wird.  Um Team Star Rider zu unterstützen folgt einfach diesem Link.

Mittlerweile ist die Ralley in vollem Gange. Hier könnt ihr die Geschicke des Team Star Rider verfolgen. Wir wünschen weiterhin viel Spaß auf der spannenden Reise und viel Erfolg beim Spendensammeln für den guten Zweck.




DIY-Idee des Jahres – tolle Gewinne für tolle DIY-Projekte

Seit Anfang des Jahres läuft sie wieder – unsere Gewinnaktion „DIY-Idee des Jahres“, bei der Du mit Deiner Kreativität und Deinem handwerklichen Geschick einen Einkaufsgutschein im Wert von bis zu 750 Euro ergattern kannst. Das wäre doch eine super Grundlage für Dein nächstes Do-it-yourself-Projekt. Fünf der bereits eingereichten Kreationen möchten wir Dir hier vorstellen. Lass Dich inspirieren und mach mit.

Shibari Chair – eine fesselnde Sitzgelegenheit

Die offene DIY-Szene in Deutschlands Hauptstadt, vor allem die Selber-mach-Kultur in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz, ermutigten Julia S. aus Berlin zu ihrem Projekt des Jahres – dem vom Japan-Bondage inspirierten Shibari Chair.

Das Möbelstück, das Julia S. als „Produkt der Liebe. Zu Metall. Zu der japanischen Kunst des Shibaris. Und zum selber Bauen“ bezeichnet, hat sie nach eigenen Aussagen viel Zeit, Zuwendung, Tränen und Schweiß gekostet. Musste sie doch ohne „professionelle“ Werkstatt auskommen. Um so dankbarer ist sie den Prinzessinnengärten, in deren offenen Werkstätten sie nicht nur alle möglichen Werkzeuge, sondern auch so manchen guten Rat bekam.

Die Basis für den Shibari Chair bildet ein geschweißter Metallrahmen. Die Sitzfläche und die Rückenlehne bestehen aus Juteseilen, die in traditioneller japanischer Shibari-Technik „gebrochen“, abgeflämmt und mit speziellen Bio-Ölen behandelt wurden, um die typische Weichheit und Flexibilität zu erzielen.

Auch wenn die hohe Ästhetik und die professionelle Verarbeitung des Shibari Chairs etwas anderes vermuten lässt: Julia S. ist „keine gelernte Designerin oder Künstlerin“. Mit ihrer Leidenschaft für Metall hat sie jedoch ein besonders schönes DIY-Objekt geschaffen, dass man in jeglicher Hinsicht als fesselnd bezeichnen kann.

Übrigens kannst Du Dir den Shibari Chair auch gern im Original ansehen. Zehn dieser Designstühle gehören mittlerweile zum Interieur der Bar „Paolo Pinkel“ in Neukölln.

Hydraulische Schmuckpresse – die Eigenkreation für eigene Kreationen

Dass das alte Sprichwort „Not macht erfinderisch“ einen wahren Hintergrund hat, beweist Beate H. aus Köln mit ihrer hydraulischen Presse zur Schmuckherstellung. Als sie feststellte, dass dieses Werkzeug nur in den USA erhältlich ist und auch noch 1000 Dollar kostet, zu viel für ihre kleine Hobbygoldschmiede, machte sie sich selbst an die Arbeit.

Alles was sie für eine sichere Presse brauchte, Gewindestangen, auf Maß zugeschnittenes Stahlblech und weitere Komponenten, fand sie in unserem Online-Shop. „Als dann Ihre Männer noch so nett waren und mir eine Form geschweißt haben und Stahlkugeln bestellten, war mein Glück perfekt. Ich liebe diese Maschine!“, gibt Beate H. ihrer Freude Ausdruck. Bitteschön – das haben wir doch gern gemacht.

Dass ihre DIY-Schmuckpresse wirklich funktioniert, beweist Beate H. mit einem Foto ihrer selbst kreierten Medaillons. Wunderschön, nicht wahr?

Schreibtisch Scope – maximale Funktionalität für das Büro der Zukunft

Im Zuge einer Semesterarbeit entstand dieser Schreibtisch, der seinem Namen „Scope“ („Entfaltungsfreiraum“) alle Ehre macht. Entwickelt wurde dieses neuartige modulare Konzept vom Designstudenten Lucas B., der einen Hingucker schaffen wollte, „der durch Minimalismus besticht und nicht sofort als der übliche Standard-Schreibtisch zu erkennen ist“.

Die Gestaltung stand für Lucas B. ebenso im Vordergrund wie die Funktionalität. Der Schreibtisch sollte zum einen ansprechend aussehen, zum anderen aber auch allen Ansprüchen an Ergonomie, Mobilität und Flexibilität genügen. Dem wird der Designstudent durch seine intelligente Materialauswahl gerecht.

Von unten nach oben wurden Stahl, PVC und Aluminium verarbeitet. Dank des sich daraus ergebenden kontrastarmen Farbverlaufs aus schlichten Grautönen drängt sich das Möbelstück nicht in den Vordergrund – ein Highlight für Liebhaber des Minimalismus. Gleichzeitig eröffnet es durch seine Modularität erstaunlich vielseitige Verwendungsmöglichkeiten und ist damit deutlich anpassungsfähiger als jeder herkömmliche Schreibtisch.

Der in vollständiger Eigenleistung gefertigte Prototyp funktioniert hervorragend und genießt viel Zuspruch. Einen eventuellen Gewinn bei unserer Aktion würde Lucas B. sofort in neues Material investieren, um neue Teile herzustellen und seine Idee weiter voranzutreiben.

Aufsatzwaschbecken – der Hingucker fürs Gäste-Bad

Den Anstoß für das DIY-Projekt von Benjamin P. aus Köln gab seine Frau, die „gerne eine Naturholzplatte mit Aufsatzwaschbecken im Gäste-Bad“ haben wollte. Also machte sich der Hobby-Bastler ans Werk, um seiner Angetrauten diesen Wunsch zu erfüllen.

Das Holz, das Waschbecken und die Armatur waren schnell besorgt. Für kurzes Kopfzerbrechen sorgte die Befestigung der Holzplatte an der Wand. Aber auch dafür fand Benjamin P. bald eine Lösung. Das hierzu erforderliche Edelstahl-Profil sowie die die dazugehörigen Endkappen und Schraubenabdeckungen fand er bei ProKilo in Neuss.

Nun brauchte er nur noch die Profile zurechtzuschneiden, alles zu verschweißen und die Löcher zu bohren. Für die Optik hat er außerdem die beiden Halter gesandstrahlt und mit Klarlack versiegelt.

Wie das Ergebnis Benjamins Frau gefallen hat, wissen wir leider nicht. Wir finden es jedenfalls super.

Wasserlauf – aus Hinterhof wird Wohlfühloase

Auch der Mann von Heike L. aus Lohmar ist ein begabter Heimwerker. Aus dem ehemals verwilderten und zugewucherten Hinterhof schuf er ein gemütliches Plätzchen zum Entspannen und Erholen. Statt Wildwuchs gibt es dort jetzt einen Garten mit Grill und Outdoorküche, der im heißen Sommer des vergangenen Jahres bereits ausgiebig genutzt wurde.

Ein besonderes Highlight ist der kleine Wasserlauf, den Heikes Mann mit Material aus dem ProKilo-Shop gestaltet hat. Leise plätschernd sorgt der kleine Bach für eine einzigartige, beruhigende und friedliche Stimmung – die passende Begleitung für eine gemütliche Tasse Kaffee oder ein Gläschen Wein.

Es freut uns, dass Heike L. das Ergebnis so gut gefällt, dass sie uns gern zeigen wollte „was mein Mann mit Eurem Material schönes aus unserem ‚Hinterhof‘ gemacht hat“. Wir finden das DIY-Projekt ebenfalls hervorragend gelungen und wünschen Euch viele entspannende Stunden in Eurer Oase.

Wo bleibt Dein DIY-Projekt?

Jetzt bist Du am Zug. Hast Du bereits ein tolles DIY-Projekt verwirklicht, bist Du gerade dabei oder ist eines in Planung? Bis zum 30. November 2019 hast Du noch Zeit, Deine Kreationen per E-Mail bei uns einzureichen und Dir einen Gutschein zu sichern. Wir freuen uns auf Deine Teilnahme.

Weitere Informationen zur Aktion findest du hier.

Nützliche Hand- und Heimwerker-Apps für Deine DIY-Projekte

Das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig. Auch vor dem Handwerker- und Do-it-yourself-Bereich machen die smarten Algorithmen nicht halt. Mittlerweile gibt es eine stattliche Zahl an Smartphone-Apps, mit denen Du die wichtigsten Werkzeuge immer bei Dir hast, ohne einen großen Werkzeugkasten mit Dir herumtragen zu müssen. Wir haben ein paar dieser praktischen Helferlein einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Werkzeugkiste

Ob Winkelmesser, Lineal, Wasserwaage oder Senklot – mit der Werkzeugkiste hast Du alle wichtigen Messgeräte immer dabei. Auch ein Taschenrechner, eine Taschenlampe und ein Dezibelmesser sind mit an Bord. Möchtest Du sehen, ob Deine Bank, Dein Tisch oder Dein Weinregal richtig ausgerichtet sind? Klicke einfach auf das Wasserwaage-Symbol und lege Dein Smartphone auf das Objekt, und schon weißt Du Bescheid. Ähnlich simpel funktionieren die anderen Werkzeuge. Besonders praktisch ist die Option, Maße als Fotonotiz zusammenzufassen. Damit gehört die Zettelwirtschaft der Vergangenheit an.

Dieses kostenlose Tool gibt es sowohl für Android als auch für iPhone. Der Unterschied besteht darin, dass bei Android-Geräten das Lineal verfügbar ist, bei iPhone hingegen ein Messschieber.

Bosch Toolbox

Offiziell für Profi-Handwerker gedacht, leistet die Bosch Toolbox auch Heimwerkern wertvolle Dienste. Sie bietet neben Tools, die eher Berufshandwerker interessieren (z. B. Rapport- und Stundenzettel), auch eine Aufmaßkamera, mit deren Hilfe Du Maße direkt in ein Foto eintragen, Besonderheiten wie elektrische Leitungen und Anschlüsse markieren und Notizen wie Sprachmemos, Videos und Texte hinzufügen kannst. Ein Einheitenrechner hilft Dir, unterschiedliche Werte schnell in das richtige Maß zu konvertieren. Darüber hinaus hast Du die Möglichkeit, Materialkosten gleich über die App zu kalkulieren.

Teil der gratis erhältlichen Bosch Toolbox ist eine katalogisierte Übersicht über das gesamte Bosch Professional-Sortiment. Viele der dort gelisteten Maschinen kannst Du direkt bei ProKilo bestellen. Die App ist im Google Play Store sowie im Apple App-Store erhältlich.

Smart Tools – Werkzeugkasten

Beim Smart Tools – Werkzeugkasten handelt es sich um ein Komplettpaket mit sechs einzelnen Apps. Jede davon enthält Werkzeuge für einen ganz bestimmten Einsatzbereich. Länge, Winkel und Steigungen kannst Du damit ebenso messen wie Höhen, Breiten und Flächen. Neben einer Schalldruckmessung und einem Vibrometer bietet Dir das Tool einen Kompass, einen Metalldetektor und GPS. Eine Taschenlampe sorgt bei Bedarf für mehr Licht und ein Einheiten-Konverter nimmt Dir das umständliche Umrechnen ab.

Diese deutschsprachige App, von der es eine Gratis- und eine erweiterte kostenpflichtige Pro-Version gibt, ist nur für Android erhältlich.

NORM2GO

Für Handwerker ist das Wissen um DIN-Normen unerlässlich. Doch auch Heimwerker müssen bei vielen Arbeiten technologische und sicherheitsrelevante Standards einhalten. So sind im Sanitärbereich und bei Wasseranschlüssen Mindesthöhen vorgeschrieben, in denen Anschlussarmaturen anzubringen sind. Aber auch im Zusammenhang mit Lacken und Farben kann es nützlich sein, die eine oder andere Norm zu kennen. Ein praktisches Tool vor allem für professionelle Handwerker, aber auch für semiprofessionelle Heimwerker, ist die App NORM2GO vom Beuth Verlag, die Dir in Sekundenschnelle verrät, ob eine DIN-Norm noch aktuell ist oder nicht.

Diese kostenlose App funktioniert leider nur für Normen ab dem Jahr 2004, auf deren Deckblatt sich ein scannbarer Barcode befindet. Dafür zeigt sie Dir aber nicht nur an, ob eine DIN veraltet ist, sondern verweist Dich auch direkt auf das derzeit anzuwendende Nachfolge-Dokument.

Fazit:

Apps für Hand- und Heimwerker sprießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden. Neben den hier vorgestellten gibt es noch viele weitere Anwendungen, die Dir die Arbeit erleichtern. Die meisten davon stehen kostenlos zum Download, für einige wird ein kleiner Betrag fällig. Die Gratisversionen lohnen in jedem Fall einen Blick. Bei Nichtgefallen kannst Du sie jederzeit wieder löschen und Dich nach einer Alternative umschauen.

Gartenhaus in moderner COR-TEN-Optik

Wer einen eigenen Garten besitzt, benötigt genügend Stauraum, um Gartengeräte, Blumentöpfe und andere Dinge aufzubewahren. Hierfür bietet sich ein Gartenhaus an. In Baumärkten und Gartencentern findest Du eine beachtliche Auswahl an verschiedensten Fertig-Bausätzen. Allerdings haben diese häufig den Charme einer zu groß geratenen Hundehütte. Wir zeigen Dir, wie Du Dir aus COR-TEN-Stahl ein individuelles Gartenhaus nach Deinen Bedürfnissen bauen kannst.

Die im Handel angebotenen Gartenhäuser sind häufig sehr niedrig und erfordern viel Stellfläche. So viel Platz ist in den heutzutage immer kleiner werdenden Grundstücken oft nicht vorhanden. Bist auch Du stolzer Besitzer eines eher kleinen Gartens? Dannbenötigst Du eine Lösung, die nur wenig Grundfläche benötigt, aber dennoch ausreichend Stauraum bietet. Modernere Gartenhaus-Varianten, die diesen Anforderungen entsprechen, liegen preislich zwischen 7.500,- und 12.000,- EUR. Ein stolzer Preis dafür, dass Du den Aufbau immer noch in Eigenleistung erbringen musst.

Die Lösung: Selbermachen, sparen und in Sachen Design punkten


Mit einem COR-TEN-Gartenhaus Marke Eigenbau kommst Du nicht nur viel günstiger weg, Du kannst auch die Größe ganz individuell bestimmen. Außerdem hast Du die Möglichkeit, neben einem geschlossenen Raum auch einen offenen Bereich einzurichten, der Dir als Unterstand für Deinen Grill oder die Fahrgeschäfte Deines Nachwuchses dienen kann. Die Grundlage bildet ein Grundgerüst aus Alu-Konstruktionsprofilen. Diese bieten den Vorteil, dass Du dank des Aufbaus der Profile und der großen Auswahl an Zubehör weder schweißen noch kleben musst, um stabile Verbindungen zu schaffen.

Das hier vorgestellte Selbstbau-Gartenhaus hat eine eher untypische Bauform. Die Grundfläche beträgt lediglich gute 1,5 Meter x 3,25 Meter und auch die Höhe ist mit 2,5 Meter auf der Vorderseite eher ungewöhnlich. Die tatsächlichen Außenmaße sind etwas größer, da das Grundgerüst später unsichtbar sein soll und daher rundum verkleidet wird. Für das Dach des Häuschens werden Stegplatten verwendet, die von oben her Tageslicht hereinlassen.

Für einen Nachbau benötigst Du folgende Materialien:

Für den Untergrund empfehlen wir:

  • Schotter
  • feinkörnigen Splitt
  • Randsteine als Einfassung
  • Gehwegplatten 40 x 40 cm, 5 cm dick

Außerdem brauchst Du folgendes Handwerkszeug:

  • Inbusschlüssel
  • Schraubenschlüssel
  • Ratschen-Kasten
  • Handnietzange
  • Akku-Schrauber mit 4,5 mm starkem Bohrer

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachbauen

Und so gehst Du vor:

Schritt 1: Vorbereitung des Untergrundes

Bevor Du mit dem Aufbau des Gartenhauses beginnst, musst Du für einen ebenen Untergrund sorgen. Dies gewährleistest Du, indem Du an der gewünschten Stelle ein Loch in der Größe der Stellfläche plus rundum zusätzlich je 20 cm aushebst. Danach füllst Du die Grube mit Schotter und feinkörnigem Splitt auf und setzt Randsteine als Einfassung. Anschließend ziehst Du das verfüllte Material plan ab und verlegst darauf die Gehwegplatten. Möchtest Du Dein Gartenhaus elektrisch beleuchten, solltest Du vor dem Verlegen der Platten ein Kabel für die Stromversorgung einbringen.

Schritt 2: Montage des Gerüst

Für den Aufbau des Grundgerüstes genügt gängiges Werkzeug wie Inbusschlüssel, Schraubenschlüssel und Ratschen-Kasten. Richte das Gerüst unbedingt exakt aus, damit später die Türen und die Stegplatten gut passen.

Schritt 3: Dachmontage

Befülle das Dach mit Stegplatten und verschraube diese.

Schritt 4: Befestigung der Außenverkleidung

Die Außenverkleidung besteht aus 1,5 mm starken COR-TEN-Blechen. Um Wassereintritt zu vermeiden, wurden diese so gekantet, dass das Wasser außen ablaufen kann.

Beginne mit der Montage jeweils von unten ausgehend. Um ein einheitliches Lochbild zu erhalten ist es sinnvoll, alle Löcher anzuzeichnen. Zur Erleichterung der Arbeit kannst Du die Bleche mithilfe von Zwingen am Profil fixieren. Zum Bohren der Löcher verwendest Du einen Akku-Schrauber mit einem 4,5 mm starken Bohrer. Im Anschluss befestigst Du die Bleche auf Stoß mit den Aluminium-Nieten.

Tipp: Steht Dein Gartenhaus an der Grundstücksgrenze, solltest Du mit der Montage an der Rückseite beginnen. Später könnte diese nicht mehr so gut zugänglich sein.

Spätestens jetzt solltest Du Dein Bauwerk an seinen Bestimmungsort stellen, da das Gesamtgewicht nun schon recht ordentlich ist. Sobald Du es positioniert hast, musst Du es unbedingt wieder exakt in die Waage bringen und ausrichten, damit sich die Türflügel später nicht verselbstständigen.

Nun kannst Du die beiden Seiten verkleiden. Dabei gehst Du genauso vor wie beider Rückseite. Für zusätzlichen Lichteinfall sorgt ein Feld aus Polycarbonat für den Außenbereich im oberen Bereich des einen Seitenteils.

Die Schrägen im Dachbereich verblendest Du ebenfalls mit COR-TEN-Blech. Auch hier wird wieder angezeichnet, gebohrt und genietet. Um die Außenecken des Häuschens sauber zu verdecken, verwendest Du Winkel, die Du einfach aufsetzt und mit Weicon Speed-Flex verklebst.

Schritt 5: Der Innenausbau

Jetzt beginnst Du mit dem Einbau der verzinkten Bleche als Trennwand zwischen dem geschlossenen und dem offenen Bereich. Anschließend verlegst Du das Alu-Riffelblech als Bodenbelag. Somit ist eine gute Stabilität gewährleistet. Denk daran, gegebenenfalls ein Loch in eines der Bodenbleche zu bohren, um das Stromkabel ins Häuschen zu verlegen.

Schritt 6: Einbau der Türen

Die Türen sind recht groß bemessen, damit sich der Zugang später möglichst komfortabel gestaltet. Um die Stabilität zu gewährleisten, werden sie durch und durch verschraubt. Zum Abschluss montierst Du noch einen Griff, einen Treibriegel und, um Unbefugten den Zutritt zu verwehren, einen Riegel mit Vorhängeschloss.

Schritt 7: Individuelle Einrichtung

Hier kannst Du Dich abschließend ganz nach Deinen Bedürfnissen und Deinem Geschmack austoben. Das Schöne am Alu-Konstruktionsprofil ist, dass das System immer erweiterbar ist. Wenn sich Deine Anforderungen an den Platzbedarf verändern,kannst Du beispielsweise nachträglich weitere Ebenen für Regalböden einbauen.


ProKilo für Europa

Am 26. Mai finden in Östereich und Deutschland Europawahlen statt. Wir möchten gerne auf das Thema aufmerksam machen und für eine hohe Wahlbeteiligung werben. Warum das so ist erfahrt ihr hier…

Vielleicht ist es schon dem einen oder anderen aufgefallen: Seit Anfang Mai findet ihr auf unserer Website ein kleines Statement mit dem wir zeigen möchten, dass wir hinter der europäischen Idee stehen.

Warum machen wir das?

Wir sind der Meinung, dass Europa uns am Herzen liegt. Wir betreiben konkret einen ProKilo Markt in Österreich und viele in Deutschland. Die meisten unserer Produkte werden in unterschiedlichen Ländern in ganz Europa hergestellt. Speziell in unserer Region hier im westlichen Rheinland haben wir oft Kontakt zu Kunden aus den Niederlanden, Luxemburg und Belgien. Auch im privaten Bereich sind wir es z.B. gewohnt Grenzen ohne größere Kontrollen zu überqueren und auch im benachbarten Ausland mit dem Euro zu bezahlen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Alle diese Dinge tragen zu einem guten Gelingen des beruflichen und privaten Lebens bei. Am 26. Mai finden die Europawahlen statt. Im Jahr 2014 gab es leider eine sehr geringe Wahlbeteiligung. Dabei werden heute die meisten Entscheidungen mit denen wir leben, im Europaparlament getroffen. Eine geringe Wahlbeteiligung begünstigt extreme Meinungen an den politischen Rändern. Darum finden wir sollte jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch machen und seine persönliche Stimme einbringen.

Was machen wir noch?

Alle unserer ProKilo-Märkte, die über einen Fahnenmast verfügen, werden im Monat Mai Flagge zeigen und die europäische Fahne hissen. Außerdem weisen wir mit kleinen Plakaten die durch das europäische Parlament gestaltet wurden, auch unsere Kunden vor Ort auf das Thema Europawahl hin.

Wichtig ist uns an dieser Stelle zu betonen, dass wir keine politische Wertung vornehmen, sondern auf die Wichtigkeit der Wahlen aufmerksam machen wollen, verbunden mit der Hoffnung, dass 2019 mehr als 50% der Wähler ihre persönliche Stimme abgeben.

Wir freuen uns über jedes Foto vor einem unserer Märkte mit Europafahne oder Plakat im Hintergrund, welches mit dem Hashtag #diesmalwähleich versehen ist.

Metalle stilvoll in die Gartenlandschaft integrieren – ein Interview mit Gartenbaumeister Harald Spanner

Neben althergebrachten Gestaltungselementen wie Nutz- und Zierpflanzen, Rasen, Bäumen, Wasser, Stein und Holz finden sich in immer mehr Gärten Metallelemente, die ganz besondere Akzente setzen. Angefangen von Metallschalen und Pflanzgefäßen über Springbrunnen oder Wasserspiele bis hin zu Metall-Skulpturen und Pavillons ergibt sich eine enorme Vielfalt an Möglichkeiten und Einsatzbereichen, die kaum noch Wünsche offenlässt. Ich habe Harald Spanner, Inhaber & Gartenbaumeister der Firma Gartenbau Spanner aus Langenfeld (Rheinland) zum Interview gebeten, um Dir das Thema näherzubringen und Dir ein paar Inspirationen für die Gartengestaltung mit Metall zu geben. Harald Spanner hat den Betrieb 1996 von seinen Eltern übernommen und blickt auf langjährige Erfahrung im Bereich Gartenbau zurück.

Daniel Düster:

„Harald, konntest Du in den letzten Jahren neue Trends bezüglich der verwendeten Werkstoffe im Garten- und Landschaftsbau erkennen?“

Harald Spanner:

„Ich denke schon. Seit einigen Jahren kommen vermehrt Werkstoffe zum Einsatz, die im Gartenbereich zuvor eher selten genutzt wurden. Mir fallen da vor allem Materialien wie Beton, COR-TEN-Stahl und Edelstahl ein. Die steigende Nachfrage nach Wasserspielen im Garten gehört ebenso zu den Gründen für diese Entwicklung wie die Integration von Outdoor-Küchen und die individuelle Gestaltung von Gartenwegen, Zäunen und Sichtschutzelementen.“

Daniel Düster:

„Das klingt tatsächlich sehr spannend. Besonders interessant sind für uns natürlich die Themen Metalle und Kunststoffe im Gartenbau. Worauf achtet Ihr bei der Arbeit mit Metallen oder Kunststoffen in erster Linie?“

Harald Spanner:

„Zu Beginn überlegen wir, welchem Zweck das verwendete Material vor allem dienen soll. Geht es ausschließlich um Design und Optik oder soll es auch eine bestimmte Funktion erfüllen. Ist das Element beispielsweise dauerhaft Nässe ausgesetzt, scheidet unbehandelter Stahl aus. In diesem Fall arbeiten wir mit verzinktem Material, Edelstahl oder COR-TEN-Stahl. Gelegentlich wünscht ein Kunde auch mal die Verwendung von Kupfer. In einigen Fällen setzen wir auch pulverbeschichtetes Aluminium ein.

Bei der Verarbeitung gilt es natürlich zu beachten, dass sich die Materialien nicht beliebig kombinieren lassen. Das ist zum Beispiel bei Edelstahl und COR-TEN-Stahl der Fall. Bei einer direkten Verbindung zum rostigen COR-TEN-Stahl würde der Edelstahl schon bald anfangen zu rosten. Um das zu verhindern, sorgen wir mit Abstandhaltern aus Holz oder Gummi für die nötige Distanz.“

Daniel Düster:

„Gibt es aus Deiner Erfahrung Materialkombinationen, die besonders beliebt sind oder besonders großen Anklang finden?“

Harald Spanner:

„Sehr gefragt ist beispielsweise die gerade schon erwähnte Kombination aus Edelstahl und COR-TEN-Stahl, die eine tolle Optik bietet. Auf große Resonanz stößt aber auch der Mix aus Holz (z. B. Sibirische Lärche) und COR-TEN-Stahl. Im Trend liegen aus meiner Sicht aber auch Verbindungen aus verschiedenen Metallen und Beton.“

Daniel Düster:

„Harald, ist für Dich bereits abzusehen, wohin die Reise geht? Welche Trends rund um den Garten sind im Jahr 2019 zu erwarten?“

Harald Spanner:

„Grundsätzlich ist zu sagen, dass uns nicht langweilig ist. Dank der großen Nachfrage haben wir in der Firma alle Hände voll zu tun. Derzeit werden verschiedene Themen und Konzepte in den Gärten umgesetzt. Ganz vorn dabei ist zum Beispiel das Thema „Bienenfütterung“ und „bienenfreundliche Bepflanzung“. Ein weiterer häufiger Kundenwunsch ist das „eigene Ernte-Feeling“. Hochbeete, Kräutergärten und Naschgartenprodukte erfreuen sich heute einer viel größeren Beliebtheit als noch vor wenigen Jahren. Auch der Outdoor-Grillgenuss steht hoch im Kurs.

Besonders gefragt bei unseren Kunden sind individualisierte Produkte und Lösungen. Da bietet euer großes ProKilo-Sortiment meinem Betrieb natürlich eine gute Hilfestellung.“

Daniel Düster:

„Fallen Dir aus Deiner Erfahrung interessante Beispiele für die Integration von Metallen im Garten ein? Gab es besonders ausgefallene Kundenprojekte, die Dir im Gedächtnis geblieben sind?“

Harald Spanner:

„Sicher, da gab es einige schöne Projekte. Beim Thema Metalle kommt mir immer zuerst das Element Wasser in den Sinn. Ein Wasserspiel oder Gartenbrunnen aus Edelstahl oder COR-TEN-Stahl setzen immer ganz besondere Akzente und verleihen dem Garten eine spezielle Wohlfühlatmosphäre. Auch für Zäune oder Sichtschutzelemente verwende ich gerne Metall – entweder durchgängig oder als Einzelelement zur Auflockerung.

Ich persönlich finde Hochbeete und Pflanzgefäße aus COR-TEN-Stahl besonders schön. Aber auch Beeteinfassungen aus Metall lassen sich sehr gut in den Garten integrieren. Sehr beliebt bei unseren Kunden sind auch individuelle Holzlager aus Metall für den Brennholzvorrat im Garten.

Der größte Vorteil bei der Verwendung von Metallen liegt meines Erachtens in der Langlebigkeit. Anders als beispielsweise Holz bedarf Metall keiner regelmäßigen Pflege und Aufbereitung. Viele Kunden geben deshalb heute lieber einmalig etwas mehr aus, sparen dafür aber im Anschluss Zeit und Geld.“

Daniel Düster:

„Vielen Dank für das angenehme, äußerst inspirierende Gespräch und Deinen fachkundigen Rat. Es würde mich freuen, wenn Du uns auch weiterhin als Experte die Treue hältst.“

In unserem Blog wird es in naher Zukunft einige DIY-Projekte und Bauanleitungen aus dem Bereich Gartengestaltung mit Metallen und Kunststoffen geben. Hier ein kleiner Ausblick auf die geplanten Themen: Gartenbrunnen, Gartenbank und Stühle, Gartenofen sowie Holzlagerung im Außenbereich.

Schuster bleib bei deinen (Fuß)leisten…

Ich bin selbst schon ein paar Mal umgezogen oder habe bei etlichen Umzügen im Freundeskreis und Familienkreis mit geholfen. Oft wird der Umzug genutzt, um frische Farbe an die Wände zu bringen oder auch den Bodenbelag zu tauschen. Das gilt im Eigenheim, aber auch für viele, die als Mieter ein neues Zuhause beziehen. Ich empfand es immer als besonders ärgerlich neben den hohen Ausgaben für den Bodenbelag auch noch teure Fußleisten zu bezahlen. Hinzu kommen die lästigen Gehrungs-Schnitte und der hohe Zeitaufwand.

Bei mir stand vor kurzem wieder einmal eine Renovierung auf dem Programm. Die erst vor wenigen Jahren angeschafften wirklich teuren weißen Holzfußleisten hatten doch stark unter dem Spieltrieb unserer Kinder gelitten. Die Indoor-Fahrgeschäfte wurden wild durch alle Räume gesteuert. Die Spuren an den Holzfußleisten reichten von Lackflecken bis hin zu völlig beschädigten Stellen. Gerade außen liegende Ecken bieten leider eine große Angrffsfläche.

Auf der Suche nach einer Lösung, die länger als nur fünf Jahre lang, wilde und tobende Kinder erträgt, kam mir die Idee unbehandelten rohen Stahl zu verwenden. Nachdem ich die Dimension der bisherigen Fußleisten gemessen hatte, entschied ich mich für Flachstahl 40×10. Der Flachstahl wurde dann stehend auf Gehrung geschnitten. Anschließend wurden Löcher mit einem Durchmesser von 7mm gebohrt und gesenkt. Der Vorteil daran ist einfach zu erklären, denn so lassen sich die gefertigten Leistenstücke einfach vor den jeweiligen Wandabschnitt setzen und mit einem 6er Steinbohrer direkt an der richtigen Stelle anbohren. Das lästige Anzeichnen entfällt so. Bevor wir die Leisten aber montieren können, müssen sie einmal gereinigt werden. Der rohe „schwarze“ Stahl hinterlässt sonst auch Spuren auf meinen Wänden. Gereinigt werden können die Profile mit Bremsenreiniger zum Beispiel von Weicon. Nun werden noch die Dübel in die Wand geschlagen, die Leiste wieder vor die Wand gesetzt und dann mit dem Akku-Schrauber und einer Schraube mit Senkkopf verschraubt.

Um nicht alle paar Zentimeter Bohrlöcher in der Fußleiste zu haben, habe ich so wenig Löcher, wie möglich gebohrt und mir mit einem Spezial-Klebstoff geholfen. Der Weicon Speed Flex in der Farbe kristall ist hier ideal geeignet, um eine unsichtbare aber dauerhafte Verbindung herzustellen. Einfach mit einer Auspress-Pistole auftragen und vorsichtig andrücken. Bitte achtet darauf nicht zu viel Klebstoff zu verwenden, sonst quillt der überflüssige Klebstoff hinter den Fußleisten hervor. So lassen sich in kurzer Zeit zeitgemäße und verhältnismäßig günstige Fußleisten anbringen.

Um die rohe Stahl-Optik zu erhalten habe ich die Fußleisten nach der Montage mit Bienenwachs eingerieben. So besteht innen liegend ein guter Schutz vor Korrosion. Wenn rundherum beim Putzen keine Wasserschlacht veranstalter wird, dann reicht eine Behandlung auch gut 5 Jahre aus. Ich freue mich auf eure Rückfragen und wünsche viel Spaß beim Nachbauen!

Ein stilvoller Platz für edle Tropfen – DIY-Weinregal im Bauhaus-Stil

Du trinkst gern Wein und suchst nach einer Möglichkeit, den edlen Rebensaft stilvoll aufzubewahren? Wir zeigen Dir mit unserem DIY-Weinregal, dass sich ansprechendes Design und einfache Konstruktion nicht gegenseitig ausschließen müssen. Angelehnt an den vor rund 100 Jahren ins Leben gerufenen Bauhaus-Stil, vereint unser Selbstbau-Regal Funktionalität und schnörkellose Ästhetik und avanciert damit zu einem ganz besonderen optischen Highlight.

Unser Beispiel-Regal für die Lagerung von 8 Flaschen besteht aus insgesamt 9 Rahmen aus Stahlrohr. Dabei handelt es sich um rohen, unbehandelten S235JR, dem am häufigsten verwendeten Werkstoff im Bauwesen.

Du kannst das Weinregal so bauen, wie von uns vorgeschlagen, es aber auch ganz nach Belieben erweitern. Sowohl die Größe und die Anzahl der Rahmen als auch das Material sind frei wählbar, sodass Du Dir mithilfe unserer Anleitung ein einzigartiges Unikat schaffen kannst, das Deine Gäste mit Bewunderung zur Kenntnis nehmen werden.

Für das hier vorgestellte Weinregal für 8 Flaschen benötigst Du:

Der große Rahmen mit einer Höhe von 1200 mm und einer Breite von 100 mm bildet den Träger für die kleinen Rahmen und dient später auch der Wandbefestigung. Aus den kleinen Rahmen mit einer Länge von 260 mm und einer Breite von 100 mm werden die Ablagen für die Weinflaschen.

Eine Alternative zu den fertigen Rahmen sind auf Gehrung geschnittene Quadratrohre, die Du selbst verschweißen kannst. Das bedeutet zwar etwas mehr Arbeit, bietet Dir aber auch flexiblere Anpassungsmöglichkeiten und eine weitere Kostenersparnis.

Achtung: Weinflaschen sind nicht genormt. Zu den wichtigsten Vertretern gehören beispielsweise die Bordeauxflasche, die Burgunderflasche, die Schlegelflasche und die Sachsenkeule, die es jeweils in unterschiedlichsten Größen gibt. Überprüfe deshalb vorab genau, ob sich die von uns gewählten Rahmenmaße für Deine Flaschen eignen und passe sie gegebenenfalls an.

An Werkzeug und Zubehör brauchst Du:

  • Schweißgerät
  • Flex mit Fächerscheibe zum Verputzen der Schweißnähte
  • Gliedermaßstab/Maßband
  • Anschlagwinkel
  • Reißnadel
  • Körner
  • Bohrmaschine mit passendem Bohrer
  • Entgrater
  • Aufsatz zum Senken des Bohrlochs
  • Schrauben (Senkkopf 4,5 x 70) und passende Dübel
  • Schweißschild + Handschuhe
  • Schweiß-Schutz-Spray

Und so funktioniert’s:

Schritt 1: Erstelle die Rahmen

Hierzu brauchst Du einfach nur die auf Gehrung geschnittenen Einzelteile zuheften und zu verschweißen. Hilfreich dabei ist der Anschlagwinkel, der die Einhaltung der rechten Winkel sicherstellt. Anschließend wird das Ganzeverputzt, damit die Rahmen schön glatt aussehen. Diese Arbeit kannst Du Dir ersparen, indem Du fertige Rahmen bei uns bestellst.

Schritt 2: Überlege Dir die Anordnung der Rahmen, die als Flaschenhalter dienen

Hierbei kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Ob Du die Rahmen einfachmittig oder wechselseitig nach den Seiten hin versetzt auf dem Trägerrahmenaufbringst, ist ganz allein Deine Entscheidung. Wir haben die versetzteVariante gewählt, wobei der Rahmen auf der kurzen Seite 40 mm und auf derlangen Seite 120 mm über den Trägerrahmen hinausragt.

Hinsichtlich der vertikalen Anordnung haben wir uns für eine gleichmäßigeVerteilung entschieden. Dabei sollte der Trägerrahmen auch bei voller Bestückung sowohl oben als auch unten erkennbar bleiben. Der erste Rahmen von unten sitzt daher 60 mm höher als der Abschluss, während der Abstand von obenher 100 mm beträgt. Somit wird der Rahmen später nicht von der obersten Flascheverdeckt.

Schritt 3: Übertrage die Maße auf den Trägerrahmen

Bringe mithilfe des Gliedermaßstabs, des Anschlagswinkels und der Reißnadel Markierungen für die Anordnung der kleinen Rahmen auf dem Trägerrahmen auf. Dabei solltest Du gleich mit festlegen, wo später die Bohrungen für dieWandbefestigungen hinkommen. Markiere diese Stellen mit einem Körner.

Schritt 4: Verbinde die Rahmen miteinander

Du kannst die Rahmen entweder miteinander verschweißen oder mittels Schraubenmiteinander verbinden. Erstere Variante ist die optisch schönere, da das Regal so wie aus einem Guss wirkt. Auch hier empfiehlt es sich, die Rahmen zunächstan den Eckpunkten zu heften. Dadurch sinkt die Gefahr, dass sich das Metall aufgrund der Hitzeeinwirkung verzieht. Abschließend werden auch diese Schweißnähte verputzt und schon ist das Weinregal fertig.

Tipp: Um unschöne Schlacke-Spritzer auf dem Regal zu vermeiden, ist es ratsam, die Konstruktion vor dem endgültigen Verschweißen mit Schweiß-Schutz-Sprayeinzusprühen.

Geübte Profis und Heimwerker können das Schweißen natürlich selbst übernehmen. Zählst Du Dich nicht dazu, kannst Du das Zusammenfügen auch bei ProKilo in Auftrag geben.

Schritt 5: Bohre die Löcher für die Befestigung

Aufgrund des Gewichts des voll beladenen Regals – eine Standardweinflaschewiegt mit Inhalt immerhin rund 1300 Gramm – solltest Du hier nicht sparen und lieber eine Schraube mehr als zu wenig einrechnen. Wir haben uns für 4 Schrauben (Senkkopf 4,5 x 70) als Befestigungspunkte entschieden. Bohre dieLöcher in entsprechender Größe und senke sie anschließend, damit die Schraubenköpfe später nicht aus dem Rahmen herausstehen.

Unser Tipp zum Abschluss:

Natürlich eignet sich unser DIY-Weinregal nicht nur für Weinflaschen. Du kannstes ebenso gut als Champagner-Regal oder als Spirituosen-Regal nutzen. Achte aber in diesem Fall unbedingt darauf, die Maße entsprechend anzupassen, damit die Flaschen später nicht durch die Rahmen durchrutschen oder bei der kleinsten Erschütterung herunterrollen.

Die DIY-Idee des Jahres – keine Chance auf Langeweile!

Unter diesem Motto starten 2019 wieder unsere DIY-Projekte!

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Dann noch kurz warten und mit ein bisschen Glück kannst du dich schon bald mit allen ProKilo®-Produkten, die dein Herz begehren, eindecken!

Im Juni werden die ersten tollen DIY-Projekte von euch vorgestellt. Im Dezember werden die drei Gewinner gekürt:

  1. Platz: 750 € Einkaufs-Gutschein,
  2. Platz: 500 € Einkaufs-Gutschein,
  3. Platz: 250 € Einkaufs-Gutschein.

Die Gewinner werden dann schriftlich von uns benachrichtigt.
Also: Worauf wartest du noch? Wir sind schon ganz gespannt auf deine Idee und wünschen dir viel Glück!

Vielleicht hast du ja heute schon die die DIY-Idee des Jahres …