Dass man nicht erwachsen sein muss, um tolle DIY-Ideen und handwerkliches Geschick zu haben, beweist der neunjährige Linus Berger aus Holzweiler. Mit Unterstützung von Papa Jari fertige er ein Jagdmesser, das sich wirklich sehen lassen kann.
Die Idee, ein Messer selber zu bauen, kam Linus beim Anblick eines Buttermessers in der Küche. Kurzerhand zeichnete er die Messerform auf ein Stück Holz auf. Das Ausschneiden mit der Bandsäge übernahm der Papa. Die Feinarbeit, das Schleifen mit dem Tellerschleifer und das Ölen, erledigte der Nachwuchs-Handwerker im Alleingang.
Nachdem Linus schon 50 bis 60 dieser Holz-Buttermesser angefertigt hatte, kam ihm der Gedanke, dass er auch ein richtiges Jagdmesser herstellen und mit dessen Verkauf sein Taschengeld aufbessern könnte. Dafür erstand er im April/Mai 2019 ein Stück Edelstahl bei ProKilo in Neuss.
Das Aufzeichnen der Messerform übernahm Linus. Für das Ausflexen war Papa Jari zuständig. Geschliffen hat der Neunjährige wieder selbst. Den Griff aus Kelo-Holz, der fest mit dem Erl verklebt ist, hat er ebenfalls eigenständig zurechtgefeilt und geölt. Mit einem gekonnten Schliff sorgte er außerdem für die Schärfe der Klinge. Nach eigener Aussage hat die Fertigstellung des Messers „fünf Monate und viele Stunden gedauert“. Die passende Lederscheide steuerte ein Bekannter bei.
Linus, wir können gut verstehen, dass Dir Dein Jagdmesser Marke Eigenbau so gut gefällt, dass Du es jetzt gar nicht mehr verkaufen möchtest. Schließlich steckt da viel Herzblut und jede Menge Arbeit drin. Umso mehr freuen wir uns, dass Du mit Deinem selbstgefertigten Prachtstück an unserem Wettbewerb teilnimmst.
Einige DIY-Projekte erfordern das Biegen von Blechen und Rohren in eine bestimmte Form. Profis verwenden hierfür in aller Regel spezielle Maschinen wie Abkantbänke oder Biegemaschinen. Dünnere Bleche und Rohre kannst Du aber auch in der heimischen Werkstatt von Hand umformen. Wie das geht, erklären wir Dir hier.
Biegen und Kanten von Blechen
Abhängig vom Material hat jedes Blech seine Besonderheiten, die Du beim Umformen berücksichtigen solltest. Hältst Du beispielsweise den Mindestbiegeradius nicht ein, reißt das Blech. Wie groß dieser Radius ist, hängt vom Metall ab, aus welchem das Blech hergestellt wurde. Im Folgenden ein paar Beispiele:
– Stahlblech: ein- bis dreifache Blechstärke – Alublech: 0,8- bis 3-fache Blechstärke – Messingblech: 0,7- bis 1,5-fache Blechstärke – Kupferblech: 0,9- bis 2-fache Blechstärke
Hierbei handelt es sich nur um sehr grobe Richtwerte. Ausschlaggebend ist die konkrete Legierung. Insbesondere Stahllegierungen können sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften signifikant unterscheiden. Aber auch bei anderen Metallen richten sich die Biegeeigenschaften stark nach den genauen Legierungsverhältnissen.
Ein weiterer wichtiger Faktor für das erfolgreiche Kanten oder Biegen ist die Walzrichtung des Blechs, von der die Flussrichtung des Gefüges abhängt. Längs zur Walzrichtung reißt das Blech wesentlich schneller als quer dazu.
Das brauchst Du zum Blechbiegen:
Als Heimwerker steht für Dich beim Blech Biegen bzw. Kanten die Muskelkraft im Vordergrund. Eine Mindestausstattung an Hilfsmitteln sollte aber dennoch vorhanden sein. Dazu zählen:
– Messwerkzeuge, – Anreißnadel, – ein Schraubstock mit gepolsterten Backen, – ggf. breitere Spannbacken für größere Bleche und – ein Gummihammer.
Ist ein ganz bestimmter Winkel erforderlich, empfiehlt es sich außerdem, eine Negativform, beispielsweise aus Hartholz herzustellen.
Je öfter Du Bleche biegst, desto eher lohnt sich die Anschaffung einer kleinen Abkantbank. Für geringe Blechstärken genügen bereits Modelle für um die 200 Euro. Je stärker Deine Bleche sind, umso mehr solltest Du in eine Kantbank investieren.
Und so gehst Du vor:
Vor dem Kanten steht das Messen und Anreißen. Wichtig ist, dass Du grundsätzlich an der Innenseite des Blechs anreißt, da dieses sonst während des Biegens reißen kann. Darüber hinaus musst Du insbesondere bei dickeren Blechen an den Korrekturabzug denken.
Abkanten mit Schraubstock und Gummihammer
Bei dieser simplen Methode spannst Du das Blech in den Schraubstock ein und kantest es Stück für Stück mit einem Gummihammer. Das Ergebnis wird dabei allerdings nicht so gleichmäßig wie bei Verwendung einer Abkantbank.
Latten als provisorische Abkantbank
Mithilfe von Latten und Eisenschraubzwingen kannst Du Dir auch eine provisorische Abkantbank bauen.Hierfür klemmst Du das Blech direkt unterhalb der geplanten Biegestelle mittels Schraubzwingen zwischen zwei Latten ein. Sofern das Blech nicht allzu stark ist, kannst Du auf diese Weise ein vergleichsweise ebenes Ergebnis erzielen.
So biegst Du Rohre, ohne sie zu knicken
Während das Blech Kanten noch recht einfach zu bewerkstelligen ist, stellt das Biegen von Rohren so manchen Heimwerker vor größere Probleme. Grund hierfür ist, dass die Rohre an der Biegestelle schnell einknicken. Bei der Arbeit mit der Biegemaschine werden sie deshalb durch eine Führungsrille gestützt. Allerdings ist eine solche Maschine in den wenigsten Hobby-Werkstätten zu finden.
Eine gute Alternative für den Heimwerker-Bereich bietet das Befüllen der Rohre mit inkompressiblem Material wie Sand oder Korund. Hierzu musst Du das Füllmaterial sehr fest in das Rohr einstampfen und die Rohrenden so fest verschließen, dass sie sich während des Biegens nicht versehentlich öffnen. Die besten Ergebnisse erzielst Du, wenn Du die Enden mit jeweils einer Metallscheibe zuschweißt.
Idealerweise biegst Du das Rohr über ein passendes Biegesegment. Alternativ kannst Du einen runden Gegenstand mit dem gewünschten Innenradius verwenden. Erhitzt Du das Rohr vorher, ist der Kraftaufwand deutlich geringer.
Achtung: Das Füllmaterial muss vollständig trocken sein. Sonst entsteht beim Erhitzen Wasserdampf, der das Rohr zum Explodieren bringen könnte. Muss das Rohr später nicht absolut dicht sein, kannst Du ein winziges Loch hineinbohren, durch welches der Überdruck ggf. entweichen kann.
Der Wunsch nach etwas mehr Privatsphäre im eigenen Vorgarten brachte M. auf die Idee, eine Rosenanlage als Abgrenzung zum öffentlichen Raum zu errichten. Diese sollte sich einerseits perfekt in die vorhandene Vorgartengestaltung einfügen und andererseits den Rahmen für einen von außen nicht einsehbaren Sitzplatz im Vorgarten bilden.
Um den begrenzten Platz optimal nutzen zu können, konstruierte M. ein Gerüst, das ein gestuftes, vertikales Wachstum ermöglicht. Auf diese Weise wurde gleichzeitig die erforderliche Mutterbodentiefe gewonnen.
Die benötigten Materialien, 5 mm dicke Stahlplatten und ebenso starke Winkel, hat sich M. bei ProKilo zuschneiden lassen. Verbunden wurden die einzelnen Teile mit 6 bis 8 mm starken Schrauben. Die Winkel halten nicht nur die Platten zusammen, sondern bilden zugleich die Pfosten des Rankgerüsts für Kletterpflanzen und -rosen. Horizontale Sprossen sorgen für ausreichend Stabilität und ein optimales Höhenwachstum.
Damit die Kletterer sich ordentlich breitmachen können, ohne gleich in der Luft zu hängen, wurden weitere Winkel leiterförmig mit Sprossen verbunden und querliegend obenauf montiert.
Dass die Rosenanlage mittlerweile Rost angesetzt hat, ist für M. überhaupt kein Problem, sondern als Designelement explizit gewünscht. Auch die Pflanzen scheinen sich nicht daran zu stören. Bereits während des ersten Jahres ist die gesamte Anlage gut eingewachsen.
Wir finden, das ist eine prima Idee, die sich mit etwas handwerklichem Geschick relativ einfach nachbauen lässt.
Du hast auch eine tolle Idee? Dann reiche uns noch deine DIY-Idee ein und nimm an unserer „DIY-Idee des Jahres“ Aktion teil. Wir freuen uns auf Dein Projekt.
Ausgediente Skateboards landen in aller Regel auf dem Müll. Dabei sind die fahrbaren Untersätze, insbesondere die Decks, nach Ende ihrer eigentlichen Nutzung durchaus noch zu etwas zu gebrauchen. Das dachte sich auch Axel aus Trier, der mit seinem Mülleimer Marke Eigenbau Kreativität, handwerkliches Geschick und Umweltbewusstsein beweist. Das Quadratrohr für die geschweißten Standfüße besorgte er im ProKilo Markt in Trier, in dem es seit Juli 2010 ein großes Sortiment an Rohren, Profilen, Blechen und Platten aus den unterschiedlichsten Metallen gibt. Mittlerweile erfüllt der stylishe Mülleimer in der Skatehalle von Axels Bruder seinen Zweck, wo auch die tollen Fotos entstanden. Upcycling statt wegwerfen – eine super Idee, die hoffentlich viele kreative Nachahmer findet.
Mach es wie Axel und reiche dein DIY-Projekt ein und gewinne bis zu 750 € für dein nächstes DIY-Projekt. Hier erfährst du alles zur DIY-Idee des Jahres.
Begeisterte Heimwerker sind immer auf der Suche nach einem neuen Projekt. Bei der Recherche nach einer neuen Deckenlampe stieß ich bei Pinterest auf eine schöne Designer-Lampe. Die verwendeten Materialien Metall und Beton gefielen mir in Kombination besonders gut.
Natürlich gab es eine ähnliche Lampe auch fertig zu kaufen. Zum einen schreckte mich der hohe Preis ab. Gleichzeitig packte mich der Ehrgeiz, die Lampe in Eigenregie zu bauen. Der Vorteil beim Eigenbau ist, das sich nicht an die vorgegebenen Optionen und Maße gebunden bin, sondern frei wählen kann. Daher habe ich mir zuerst überlegt, welche Maße die Lampe haben soll (z.B. meine Tischlänge minus ca 30 cm) , wie sie aufgehängt werden soll und welche Materialien ich kombinieren möchte. Ich entschied mich für die Kombination von Kupfer und Beton.
Für die Ausführung brauchte ich neben dem Support von unserem ProKilo®-Team auch Hilfe in Sachen Elektrik. Zum Glück wurde ich in der Nachbarschaft fündig. Wir sind das Projekt zum Glück gemeinsam angegangen. Nach der ersten groben Skizze ging es in die detaillierte Planung und schon konnte die Umsetzung starten.
Zunächst musste eine Schalung für den Betonblock erstellt werden. Dazu verwendeten wir Siebholz-Platten. Die Schalung war größer bemessen als der eigentliche Betonblock, um mehr Stabilität zu bekommen. Den Beton gab es im Baumarkt um die Ecke. Für den Betonblock in unseren Maßen (1240 x 80 x 40 mm) haben wir ca. 6,5–7 kg Beton benötigt. Bereits vor dem Gießen des Betonblocks muss daran gedacht werden, wie die Lampe aufgehängt werden soll und an welcher Stelle das Anschlusskabel durchgeführt werden soll. Gemäß unserer Vorplanung haben wir uns für ein Edelstahlseil 7×7 in 2 mm Dicke entschieden, dass in der Schalung eingezogen wurde. Für die Durchführung des Stromkabels haben wir eine Hülse in die Schalung gebaut.
Bevor der Beton in die Schalung gegeben wird, ist es wichtig, diese vorzubehandeln, damit sich der fertige Betonblock nach dem Trocknen auslösen lässt. Dazu haben wir eine dünne Schicht gewöhnliches Sonnenblumenöl aufgetragen. Beim Befüllen mit dem Beton ist es wichtig, die Füllmasse immer wieder z. B. mit einer Holzlatte zu Stampfen, damit möglichst keine Luftblasen im Beton entstehen und Wasser entweichen kann.
Nachdem die Schalung gut zur Hälfte befüllt ist, können die Drahtseile für die Aufhängung eingebaut werden. Damit es später nicht zu einem Bruch des Blockskommt, haben wir kleine Metallstäbe als Zugentlastung eingebaut. Gleichzeitig haben wir zwei Rundprofile aus Stahl mit 10 mm Durchmesser in den Beton eingearbeitet, um die Stabilität des Betonblocks zu erhöhen. Anschließend wird die Schalung weiter befüllt. Zum Schluss wird mit einem Holzstab oder einem Aluminium-Vierkantprofil noch ein Platzhalter für den späteren Verlauf der Anschlusskabel freigehalten.
Die Schalung für unseren Betonblock.
Zwischenschritt: Seilsystem und Rundprofile einbauen.
Auf eine absolut glatte Oberfläche achten.
Für das Aushärten des Betonblocks sollten zunächst drei Tage ausreichen. Dann kann die Schalung vorsichtig gelöst werden. Nun kann es je nach Außentemperatur ratsam sein, den Block noch weitere 2 Tage trocknen zu lassen, bevor der Platzhalter für die Verkabelung vorsichtig z. B. mit einem Schraubendreher aus dem Block gelöst wird.
Zwischenzeitlich habe ich mir vom ProKilo®-Team eine Wanne aus 1,5 mm dickem Kupferblech fertigen lassen. In der Mitte der Kupferwanne wurde eine Aussparung für die LED-Leuchtröhre ausgeschnitten. Ideal ist es, die Aussparung mit einem Laser vor dem Kanten ausschneiden zu lassen. Damit nachdem Zusammenbau kein Licht aus den Ecken der Wanne scheint, muss das Kupfer noch gelötet werden. Dazu wird ein geeignetes Flussmittel benötigt, eine Lötlampe und Lötzinn.
Praxis-Tipp: Wer noch kein Kupfer gelötet hat, sollte zunächst an einem Reststück üben, bevor es an die Lampe geht. Vor dem Löten bitte unbedingt die Schutzfolie an den 4 Ecken entfernen. Den Rest der Folie bitte noch auf der Wanne lassen, um diese vor Kratzern zu schützen.
Nach dem Löten ist das Kupfer rund um die Lötstellen angelaufen. Deswegen empfehle ich nach der Fertigstellung der kompletten Lampe das Kupfer zu polieren. Dazu findest Du im Baumarkt, Deines Vertrauens eine geeignete Politur-Paste. Zum Auftragen und Polieren bitte ein Baumwolltuch verwenden, um das Material möglichst schonend zu polieren.
Hier wird mit höchster Konzentration gelötet.
Bei der Auswahl der Lampe war es uns wichtig, dass wir ein schönes warmes Licht als Ergebnis erhalten. Gleichzeitig wollte ich energiesparende LED-Technik verwenden und die Lampe sollte dimmbar sein. Leider ist bei vielen LED-Lampen die Farbwiedergabe noch nicht so schön. Daher ist es wichtig, dass Du auf einen möglichst hohen CRI-Wert achtest.
CRI (Color Rendering Index) bedeutet übersetzt Farbwiedergabeindex und wird mit Ra abgekürzt. Der LED-CRI-Wert beschreibt, wie die Farbwiedergabe einer künstlichen Lichtquelle verglichen mit Sonnenlicht ausfällt. Der Maximalwert liegt bei 100 Ra und bedeutet keinerlei Verfälschung der Farben durch das Licht.
Ra 100–90 = sehr gut Ra 90–75 = gut Ra 75–50 = ausreichend Ra 50–0 = ungenügend
Ra-Werte sind bei
sämtlichen Lichtarten zu finden. Einige Beispiele sind Tageslicht (Ra 100),
Glühlampen (Ra 99), LED-Leuchten (Ra 97–75) und Leuchtstoffröhren (Ra 97–52).
Praktisches Beispiel
Du bist es von den alten Leuchtmitteln mit Glühfaden gewohnt, die angestrahlten Objekte in ihren natürlichen Farben zu sehen. Bei Leuchtstoffröhren sehen die Farben der beleuchteten Objekte mitunter leicht verfälscht aus. Diese wirken so, als hätte jemand einen grauen Schleier über die Farben gelegt, wodurch diese weniger leuchten. Richtig gut sichtbar wird der Effekt, wenn Du etwa mit einem roten Kleidungsstück in eine Umgebung mit roter Beleuchtung gehst. Hier hebt sich das rote Kleidungsstück gar nicht mehr vom roten Umgebungslicht ab. Gehst Du mit dem roten Kleidungsstück ins Sonnenlicht mit Ra 100, ist die rote Farbe wiederum auffällig.
Nun müssen die verschiedenen Bauteile zusammengefügt und die Elektrik verbaut werden. Zunächst muss das spätere Anschlusskabel durch den Betonblock gezogen werden. Wir haben uns für ein Kabel mit Textilummantelung entschieden. Anschließend müssen die Anschlüsse des Leuchtmittels mit dem Kabel verbunden werden. Dazu empfiehlt es sich, die Kabel miteinander zu verlöten und die Lötstelle mit Schrumpfschläuchen zu schützen. Bevor nun alle Bauteile endgültig zusammengefügt werden ist es sinnvoll, zu testen, ob die Lampe auch funktioniert. Dazu kann ein handelsüblicher Stecker an das Anschlusskabel angeschlossen werden.
Ist der Test erfolgreich, werden nun die Kupferschale und der Betonblock zusammengebaut. Die einfachste und aus meiner Sicht schönste Möglichkeit ist es, die beiden Bauteile zu verkleben. Dies haben wir mit Weicon Speed-Flex gemacht und Schale und Betonblock mit Schraubzwingen aufeinandergepresst. Damit das Metall hierbei nicht beschädigt wird und der Druck verteilt wird, haben wir Holzstücke untergelegt.
Gripper als Drahtseilhalter
Nach etwa einem Tag ist der Kleber so gut durchgehärtet, dass die Lampe nun aufgehängt werden kann. Was wir nicht bedacht hatten war die Frage: Wie können wir die Lampe letztlich an der Decke aufhängen. Nach einiger Recherche fanden wir im Messebau Drahtseilhalter (Gripper) passend zu unserem 2 mm Drahtseil. So konnte wir die die Höhe der Lampe individuell einstellen.
Tipp für die Montage: Lampe auf den Tisch legen und gewünschte Position festlegen. Anschließend mit einem Lot die Seilauslässe an der Lampe anvisieren um die genauen Punkte für die Deckenbohrungen zu erhalten.
Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kosten waren hierbei im Vergleich zum Kaufpreis recht überschaubar und gleichzeitig konnte ich viel lernen und hatte jede Menge Spaß. Die Lampe lässt sich natürlich auch durch die Verwendung anderer Metalle optisch variieren. Besonders gut geeignet sind zum Beispiel auch COR-TEN oder Messing. Jetzt wünsche ich Dir viel Spaß beim Nachbauen!
Lichtschächte sorgen für frische Luft und Licht in Kellerräumen. Allerdings kann darüber auch Kleingetier wie Mäuse und Ratten ins Haus gelangen. Angezogen von interessanten Gerüchen fallen die kleinen Nager in den Kellerschacht, aus dem sie sich selbst nicht mehr befreien können. Entweder sie verenden oder sie retten sich durch ein geöffnetes Fenster in den Kellerraum. Einmal dort hineingelangt, finden sie schnell Zugang zu anderen Räumlichkeiten – zum Ärgernis der eigentlichen Bewohner. Eine saubere und praktische Lösung für dieses Problem bieten Lochbleche aus Aluminium, mit denen Du den ungebetenen Gästen auf einfache Weise den Zutritt verwehren kannst.
Aluminium-Lochblech hat den Vorteil, dass es um circa ein Drittel leichter ist als Lochblech aus Stahl. Dadurch lässt es sich relativ problemlos auch allein handhaben und montieren. Du brauchst es am Lichtschacht nur auf den vorhandenen Gitterrost aufzulegen und gegebenenfalls mit zwei Schrauben zu fixieren. Damit erhältst Du einen sicheren Schutz vor Ungeziefer, der zugleich höchste Anforderungen an eine ansprechende Optik erfüllt. Ein weiterer Pluspunkt besteht bei entsprechend kleiner Lochung darin, dass auch Laub, Schmutz und Spinnen weitgehend ferngehalten werden. Dadurch musst Du den Lichtschacht deutlich seltener reinigen.
Die im Bild gezeigte Abdeckunghat eine Größe von 490 x 1195 Millimetern. Bei ProKilo kannst Du Dir Dein Aluminium-Lochblech aber auch auf jedes andere gewünschte Maß zuschneiden lassen und es damit optimal an Deinen Lichtschacht anpassen. Zu empfehlen ist die Lochblechvariante mit runden Löchern, da sich in diesen Schmutz nicht so schnell festhängt wie in eckigen Löchern. Um auch Spinnen und Insekten wirkungsvoll fernzuhalten, sollte die Lochgröße maximal 5 Millimeter betragen. In unserem Beispiel sind es drei Millimeter.
Übrigens: Lochbleche sperren nicht nur Ungeziefer aus, sie erschweren auch zweibeinigen Eindringlingen den Zugang zum Haus. Vor ein Kellerfenster montiert, wirken sie bereits optisch abschreckend auf Einbrecher. Diese rechnen schon beim Anblick des Fenstergitters mit größeren Mühen und einem deutlich höheren Zeitaufwand und suchen sich lieber ein leichteres Ziel. Gerade bei älteren Häusern, bei denen die Kellerfenster meist oberirdisch liegen, empfiehlt es sich, einen Einbruchschutz nachzurüsten. Mit Alu-Lochblech halten sich Anschaffungskosten und der Aufwand dafür im überschaubaren Rahmen.
Nachdem Lukas aus Berlin sein vorheriges DIY-Projekt, ein Bett Marke Eigenbau, abgeschlossen hatte, wollte er nicht lange untätig bleiben. Schnell war eine neue Aufgabe gefunden. Ein Ersatz für seinen Schreibtisch musste her. Der alte war „viel zu klein, zu hässlich und vor allem zu niedrig“.
Die Materialwahl fiel Lukas nicht schwer. Nach kurzem Überlegen entschied er sich für Stahl, auch wenn er aus Platzgründen bislang noch nicht viel mit diesem Werkstoff gearbeitet hatte. „Ist auch gar nicht so einfach in einer Berliner Mietwohnung.“
Eine richtige Werkstatt stand zwar nicht zur Verfügung, dafür aber ein erfahrener Freund, auf dessen Hilfe Lukas zählen konnte. Und so ging es kurzerhand zu ProKilo, um Stahl zu kaufen. Die Zuschnittarbeiten wurden im Keller erledigt. Zusammengeschweißt wurde die Konstruktion unter freiem Himmel im Innenhof. Dabei stellte Lukas fest, dass die Arbeit mit Stahl gar nicht so schwer ist. Mit dem Endprodukt ist er jedenfalls voll und ganz zufrieden.
Mach es wie Lukas und reiche dein DIY-Projekt ein und gewinne bis zu 750 € für dein nächstes DIY-Projekt. Hier erfährst du alles zur DIY-Idee des Jahres.
Seit einigen Jahren unterstützt ProKilo die Handballer des MTV Köln 1850 bereits regelmäßig. Vor einigen Wochen erhielten wir die Bitte dabei zu helfen einen Materialwagen für die Handball-Abteilung zu bauen. Das haben wir natürlich gerne getan!
Um die Trainingsutensilien der Handballer sicher in der Sporthalle zu lagern sollte ein recht großer, rollbarer und zugleich abschließbarer Wagen nach exakten Maßvorgaben gebaut werden. Schnell war klar: Das wird eine „schwere“ Kiste!
Für den Bau wurden folgende Materialien ausgewählt:
Stahl-Quadratrohr: 60 x 60 x 3 mm für den Rahmen und 40 x 40 x 2 mm für die Querstreben
Stahl-Wellengitter für die Seitenteile und den Deckel
Scharniere zum Befestigen des Deckels
2 Ketten als Verankerung für den Deckel
4 Ringschrauben + Muttern zum Anbringen der Ketten
4 lenkbare Schwerlastrollen mit Feststellbremse
ggf. 2 Sicherheitsüberfallen + passende Schlösser
Wichtig war uns, dass der beladene Wagen später im Einsatz aufgrund seines hohen Gewichts nicht zur Gefahr für die Sportler wird. Daher wurden spezielle lenkbare Schwerlastrollen organisiert und der Deckel des Wagen mit zwei Ketten gesichert.
Mittlerweile ist der neue Wagen schon seit einigen Wochen im Einsatz und erfüllt seinen Zweck zur Zufriedenheit der Handballer vom MTV Köln.
Viele DIY-Projekte erfordern es, dass Du Löcher in Metalle bohrst. Da diese Materialien deutlich härter sind als Holz, solltest Du dabei ein paar wichtige Dinge beherzigen. Die Wahl des richtigen Bohrers gehört ebenso dazu wie unverzichtbare Sicherheitsvorkehrungen. Wenn Du die folgenden Tipps beachtest, sollte Dir das Bohren von Metall allerdings keine größeren Schwierigkeiten bereiten.
Verwende die richtigen Bohrer
Metallbohrer unterscheiden sich in Form und Material von Holzbohrern. Grundsätzlich benötigst Du HSS-Bohrer (= High Speed Steel-Bohrer, zu Deutsch: Hochgeschwindigkeits-Stahlbohrer). Diese bestehen aus hochlegierten Werkzeugstählen, die beispielsweise auch für Fräswerkzeuge und Drehmeißel verwendet werden.
Welcher Bohrer sich für Deine Metallarbeiten am besten eignet, richtet sich nach der Art des zu bearbeitenden Materials. Für den universellen Einsatz und für Bohrungen in Eisen, Stahl und Buntmetalle eignen sich Bohrer mit Normalspirale. Diese tragen die Bezeichnung HSS-N. Möchtest Du gehärteten Stahl bohren, benötigst Du HSS-H-Bohrer, die Du an ihrer langgezogenen Spirale erkennst.
Für weichere Metalle wie Kupfer oder Aluminium empfehlen wir Dir HSS-W-Bohrer, die eine enge Spirale besitzen. Bei harten Metallen wie Edelstahl sind HSS-E/HSS-Co-Bohrer die richtige Wahl. Diese bestehen aus einer besonders festen Kobalt-Legierung und sollten während des Bohrens mit einem speziellen Bohröl gekühlt werden.
Bohre harte Metalle mit der Säulenbohrmaschine
Im Gegensatz zu Holz verzeihen Metalle keine schiefen Bohrungen. Deshalb solltest Du insbesondere bei harten Metallen zur Säulenbohrmaschine anstatt zur herkömmlichen Bohrmaschine greifen. Mit dieser ist es einfach, die Löcher genau im 90-Grad-Winkel einzubringen. Bohrst Du mit einer Handbohrmaschine, denke daran, den Schlag auszuschalten. Achte auf Drehzahl und Druck
Bohre mit nicht zu viel Druck. Drückst Du zu stark auf, kann das Werkzeug verkanten, das Werkstück beschädigen und auch selbst Schaden nehmen. Die Drehzahl richtet sich nach dem Durchmesser des Bohrers und der Härte des Materials. Bohrst Du Aluminium mit einem 2-mm-Bohrer, sind bis zu 5.000 U/min möglich. Willst Du hingegen einen 14-mm-Bohrer in Edelstahl versenken, ist schon bei 270 U/min Schluss. Ob Du die richtige Drehzahl gewählt hast, kannst Du daran erkennen, dass lange, gleichmäßige Späne entstehen.
Hast Du keine Bohrmaschine mit einstellbarer Drehzahl zur Hand, solltest Du Dein Werkzeug mit Bedacht einsetzen. Bohre immer nur für kurze Zeit und lasse den Bohrer zwischendurch ausreichend lange abkühlen.
Körne vor, um das Verlaufen des Bohrers zu verhindern
Bevor Du die Bohrmaschine ansetzt, solltest Du die geplanten Bohrlöcher mit einem Körner und einem Hammer ankörnen. Die dadurch entstehende kleine Vertiefung in der Metall-Oberfläche sorgt dafür, dass der Bohrer nicht verläuft und die Löcher präziser werden.
Bohre bei großen Löchern vor
Benötigst Du größere Bohrlöcher, ist es ratsam, mit einem kleineren Bohrer vorzubohren. Bohrer mit großem Durchmesser tendieren dazu, beim Einstieg ins Material zu verlaufen. Das vorgebohrte Loch dient dem Bohrer als Führung und reduziert gleichzeitig temperaturbedingte Spannungen.
Kühle und öle die Bohrstellen
Je nach Material und Größe der Bohrung kann es sinnvoll und notwendig sein, das Werkzeug zu kühlen. Spezielles Bohr- und Schneidöl sorgt dafür, dass entstehende Wärme abgeleitet wird und an der Oberfläche des Bohrers weniger Reibung entsteht.
Fixiere dünne Werkstücke gut
Dünnes Blech solltest Du beim Bohren zwischen zwei Holzbretter oder -platten einspannen, damit es sich nicht verzieht oder einreißt.
Entgrate für ein sauberes Ergebnis
Nach dem Bohren bleiben am Bohrloch scharfe Grate zurück. Diese sind optisch nicht schön und stellen auch eine Verletzungsgefahr dar. Bearbeite das Bohrloch vorsichtig mit einer Feile, um die Rückstände zu entfernen.
Beachte folgende Sicherheitshinweise:
Fixiere das Material, damit es sich beim Bohren nicht losreißt. Halte es keinesfalls in der Hand.
Schütze Deine Augen mit einer Schutzbrille vor umherfliegenden Spänen.
Hast Du lange Haare, sorge dafür, dass diese sich nicht im Bohrer verfangen können.
Trage keine Handschuhe Der drehende Bohrer oder daran haftende Späne könnten darin hängenbleiben und zu schweren Verletzungen führen.
Entfernte die Späne direkt nach dem Bohrvorgang. Achtung: Die Metallstückchen können heiß und scharf sein.
Beistelltische und Hocker fungieren als praktische Ablagen in verschiedensten Raumsituationen. In Möbelhäusern finden sich in der Regel aber nur Standardmodelle und Massenware. Wir zeigen Dir, wie Du aus alten Büchern einen individuellen Beistelltisch mit persönlicher Note kreierst. Auf diesem Weg kannst Du gelesene Bücher nachhaltig verarbeiten, anstatt sie einfach in den Müll zu schmeißen. Die benötigten Materialien findest Du in der folgenden Übersicht:
2 passende Bleche eingeschweißt in die Rahmen mit je 6 Bohrungen für M12
Schritt 1: Vorbereitung der Bücher
Zu Beginn aller Überlegungen stellt sich die Frage nach der Größe. Abhängig von der gewünschten Dimension des Tisches oder Hockers musst Du eine entsprechende Anzahl Bücher bereitstellen. Anschließend bildest Du Stapel mit gleicher Höhe, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Schritt 2: Löcher in die Bücher bohren
Sobald Du die Bücher gestapelt hast, folgt das Bohren. Zu diesem Zweck solltest Du die Bücher sorgfältig ausrichten und aufeinander fixieren. Danach markierst Du die Position der Bohrlöcher als Orientierungspunkte. Im Idealfall verwendest Du eine Standbohrmaschine, die besonders exaktes Arbeiten ermöglicht. Grundsätzlich ist das Bohren der Bücher der anspruchsvollste Teilschritt, aber lässt sich mit Präzision und ein wenig Geduld problemlos meistern.
Schritt 3: Präparieren und verschrauben der restlichen Materialien
Die beiden Stahlrahmen mit eingeschweißtem Blech und Bohrungen bilden das Grundgerüst für Deinen neuen Beistelltisch. Damit Du jetzt alles zusammenfügen kannst, müssen die Gewindestangen auf das passende Maß zugeschnitten werden. Entsprechend konfigurierte Stangen sowie auch die Stahlrahmen und Bleche sind in unserem Shop kostengünstig bestellbar. Zum Abschluss führst Du die Gewindestangen durch die Löcher in den Büchern und fixierst sie mit den Schrauben. Fertig ist Dein individueller Beistelltisch oder Hocker aus alten Büchern!